Für Frauenrechte im Einsatz

Sie reist demnächst nach La Paz in Bolivien aus, um sich dort für die sexuellen und reproduktiven Rechte der Frauen einzusetzen: Janis Greminger aus Bern wird mit COMUNDO einen Entwicklungseinsatz leisten.

«Ich freue mich, ein unerlässliches und bedeutendes Engagement in einem faszinierenden Land unterstützen zu können», sagt Janis Greminger, die sich bei der feministischen Organisation «Católicas por el Derecho a Decidir» (CDD) für Frauenrechte einsetzen wird. In ihrem einjährigen Praktikum wird sich die studierte Historikerin und Juristin bei der Beobachtungsstelle für sexuelle und reproduktive Rechte von CDD im Wissensmanagement, in der Dokumentation und in der Kommunikation engagieren.
 
Wenn Janis Greminger anfangs August in La Paz einreisen wird, kommt sie in vertrautes Gelände, hat sie doch bereits vor dem Studium in der bolivianischen Stadt einen Entwicklungseinsatz bei Solidar Suisse geleistet. Im halbjährigen Praktikum erledigte sie administrative Arbeiten und wirkte bei Workshops mit. Dort kam sie mit der Frauenrechts-Thematik in Berührung und «das Feuer für das Thema war entfacht».
 
Entwicklungszusammenarbeit im Blut
 
Janis Gremingers Interesse an der internationalen Zusammenarbeit scheint genetisch bedingt zu sein. So arbeitet ihr Vater im diplomatischen Dienst und die älteste der vier Schwestern ist momentan ebenfalls in einem Entwicklungseinsatz in Uganda tätig. Kaum wunderlich also, dass es die 22-Jährige ebenfalls in diese Richtung zieht. Allerdings sieht sie sich weniger in der Diplomatie, sondern mehr im Bereich der Nichtregierungsorganisationen.
 
Nach ihrem Bachelor in Geschichte suchte sie eine Möglichkeit für ein Auslandspraktikum und stiess auf COMUNDO, der grössten Schweizer Organisation für Personelle Entwicklungszusammenarbeit. Als dann gerade eine Stelle in Bolivien und erst noch im Bereich der Frauenrechte ausgeschrieben war, hatte sie sich sofort beworben. Nach einem dreiwöchigen intensiven Training bei COMUNDO in Luzern im Juni ist sie nun einsatzbereit.
 
Direkter Kontakt mit der Bevölkerung
 
Und was sind ihre Erwartungen ans Praktikum? «Ich möchte die Situation der Frauen vor Ort, ihre Bedürfnisse und Probleme besser verstehen und einordnen können. Und ich bin gespannt auf die Strategien und Ziele der feministischen Organisation zur Stärkung der Frauen und zur Förderung ihrer Rechte», sagt sie. Im Einsatz wird sie unter anderem bei Workshops mitwirken und sie freut sich darauf, direkt mit der lokalen Bevölkerung zusammenarbeiten zu können.

Text: Christa Arnet
Bild: Marcel Kaufmann

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