Kolumbien – Dauerhafter Frieden und gerechte Verteilung von Land und natürlichen Ressourcen
Comundo stärkt in Kolumbien die Rolle von Gemeinschaften in Friedensprozessen und setzt sich für ihre Umwelt- und Landrechte ein. Zudem werden Kinder und Jugendliche unterstützt, sich vor Zwangsrekrutierung durch bewaffnete Gruppen zu schützen und eine friedlichere Zukunft mitzugestalten.
Landeskontext
Kolumbien verfügt über eine aussergewöhnliche Biodiversität und ein grosses Potenzial für die Lebensmittelproduktion. Dennoch ist das Land weiterhin mit strukturellen Ungleichheiten beim Zugang, der Nutzung und der Kontrolle von Land und natürlichen Ressourcen konfrontiert. Diese Ungleichheiten, die zu den tieferliegenden Ursachen des bewaffneten Konflikts zählen, schränken nach wie vor das Recht auf Nahrung und die Selbstbestimmung bäuerlicher, indigener und afrostämmiger Gemeinschaften ein. Trotz des Friedensabkommens von 2016 sind viele ländliche Regionen weiterhin von Gewalt, Zwangsvertreibungen, sozioökologischen Konflikten und Bedrohungen gegen soziale Führungspersonen und Umweltschützer:innen geprägt. Besonders betroffen sind Kinder und Jugendliche: Die Rekrutierung und der Einsatz von Minderjährigen durch bewaffnete Gruppen haben in den letzten Jahren alarmierend zugenommen, mit einem geschätzten Anstieg von fast 300 % zwischen 2021 und 2025. Gleichzeitig schwächen die Folgen des Klimawandels, die Zerstörung von Ökosystemen und die Dominanz intensiver agroindustrieller Modelle die ländlichen Lebensgrundlagen und die Ernährungssouveränität. Vor diesem Hintergrund erfordert der Aufbau eines dauerhaften Friedens eine bessere Landverwaltung, den Schutz der Territorien, die Entwicklung gerechterer, widerstandsfähigerer und umweltfreundlicherer Produktionssysteme sowie die Stärkung der Chancen und der Rechtsausübung der besonders schutzbedürftigen Bevölkerungsgruppen.
Comundo in Kolumbien
Seit über 50 Jahren engagiert sich Comundo in Kolumbien für Frieden und Menschenrechte und fördert gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen einen Ansatz, der auf Landgerechtigkeit und dem Recht auf Nahrung basiert. Wir begleiten bäuerliche, indigene und afrostämmige Gemeinschaften dabei, sicheren Zugang zu Land zu erhalten, auf ihren Territorien zu bleiben und ihre Selbstbestimmung in der Produktion und Verwaltung ihrer Nahrungsmittel zu stärken. In Zusammenarbeit mit lokalen Organisationen, regionalen Entwicklungs- und Friedensprogrammen, öffentlichen Institutionen, dem Privatsektor und der Wissenschaft unterstützen wir agrarökologische Modelle, die wirtschaftliche Entwicklung, sozialen Zusammenhalt und den Erhalt der Biodiversität miteinander vereinen. Unsere Arbeit verbindet die lokale, regionale und nationale Ebene, um die Fähigkeiten der Gemeinschaften zu stärken, die familiäre und gemeinschaftliche Landwirtschaft zu fördern, traditionelles Wissen aufzuwerten und ihre Teilhabe an öffentlichen Politiken zu unterstützen. Gleichzeitig entwickeln wir Massnahmen zur Gewaltprävention bei Kindern und Jugendlichen angesichts der Rekrutierung durch bewaffnete Gruppen. Besondere Aufmerksamkeit gilt den historisch marginalisierten ländlichen Bevölkerungsgruppen, damit sie zu zentralen Akteur:innen einer gerechteren, nachhaltigeren und friedlicheren Entwicklung werden.
In Kolumbien setzen wir auf folgende Schwerpunkte:
Landesbüro Kolumbien
Tony Zuber
Leiter Programm Kolumbien
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Margarita Peñuela
Programm Kolumbien
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Lina Ramirez
Programm Kolumbien
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