Kinder in Armut gestalten Zukunft aktiv mit

Kinder und Jugendliche am Rande der peruanischen Metropole Lima leben in schwierigen Verhältnissen. Aline Wicki ist als Fachperson von COMUNDO für sie im Einsatz. Am Freitag, 7. Juni berichtet die Sozialpädagogin aus Malters im Pfarreizentrum Barfüsser in Luzern von ihren Erfahrungen.

COMUNDO Aline Wicki

In einem Sommerworkshop mit COMUNDO-Fachperson Aline Wicki setzen sich Kinder und Jugendliche mit ihrer Wohngegend und dem eigenen Leben auseinander. © COMUNDO
 
Aline Wicki, die Kinder und Jugendlichen in Collique, einem Armenviertel am Rande der Grossstadt Lima, sind von Gewalt, Kriminalität und Arbeitslosigkeit betroffen. Welche Unterstützung brauchen sie?
Die Kinder und Jugendlichen haben grossen Bedarf an Unterstützung in verschiedensten Bereichen, angefangen bei ihrem Lebensumfeld: Sie finden in den beengten Wohnverhältnissen und staubigen Strassen kaum Möglichkeiten, um sich zurückzuziehen und zu erholen. Die Schulen sind schlecht ausgerüstet und es gibt oft nicht einmal genügend Sitzplätze für alle Schüler/innen.
 
Was erhoffen sich die Jugendlichen für ihre Zukunft?
Einige äussern den Wunsch, später eine Uni zu absolvieren und ihre Berufsträume zu verwirklichen. Gleichzeitig spüre ich bei vielen Schüler/innen eine gewisse Resignation. Denn sie haben schlussendlich wenig Hoffnung, dass sich ihre Träume erfüllen. Die Realität ist oft eine andere: Junge Erwachsene bauen im Haus ihrer Eltern einen Stock dazu und gründen noch in jungen Jahren eine eigene Familie, die sie unter schwierigen Umständen ernähren müssen.
 
Sie engagieren sich beim Centro de Educomunicación San Viator, einer Partnerorganisation von COMUNDO vor Ort. Was ist deren Ziel?
Das Centro hat die Vision, dass Kinder und Jugendliche trotz grosser Armut zu autonomen und politisch engagierten Erwachsenen heranwachsen. In Workshops und Bildungsprogrammen entwickeln wir mit ihnen die Fähigkeit, ihr Umfeld kritisch wahrzunehmen, die eigenen Potentiale im Austausch mit anderen zu entwickeln und Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen. So dass sie später in der Lage sind, gesellschaftliche Veränderungen anzustossen und zu einer Verbesserung ihrer Lebensbedingungen beizutragen.
 
 Im Anschluss an Ihre Vortragsreihe kehren Sie für Ihr letztes Einsatzjahr nach Peru zurück. Was möchten Sie noch erreichen?
In meinen nun beinahe zwei Jahren im Centro haben wir einiges neu strukturiert und aufgebaut sowie neue Aktivitäten ins Leben gerufen. Mein Ziel besteht darin, diese Aktivitäten noch weiter zu konkretisieren. Damit ich meine Aufgaben mit gutem Gefühl an lokale Mitarbeitende des Centros übergeben kann. Es geht in der Personellen Entwicklungszusammenarbeit nicht darum, sich unentbehrlich zu machen. Vielmehr tauschen wir Fachpersonen Wissen, Ideen und Erfahrungen mit den Menschen vor Ort aus, so dass diese langfristig davon profitieren können.

 
VORTRAG: Leben am Rande der Grossstadt Lima
Aline Wicki, COMUNDO-Fachperson, berichtet aus ihrem Entwicklungseinsatz
Dienstag, 28. Mai, 19.30 Uhr, Kloster Sursee
Eintritt frei | keine Anmeldung nötig
Freitag, 7. Juni, 19.00, Pfarreizentrum Barfüsser, Luzern
Eintritt frei | Anmeldung bis 3. Juni an aline.wicki@comundo.org


Mit Ihrer Spende ermöglichen Sie den Einsatz von Aline Wicki und damit Bildung und Chancen für armutsbetroffene Kinder in Peru. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

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