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Ernährung verbessern dank Agroökologie

Die sich gegenseitig verstärkenden Krisen in Nicaragua haben tiefgreifende Folgenden für die ländliche Gesellschaft: Arbeitssuchende Familien werden auseinandergerissen, Kinder erhalten kaum ausreichend Nahrung für ihre Entwicklung und ältere Menschen bleiben ohne Arbeit und Einkommen auf der Strecke. So divers die Folgen, so vielfältig sind auch die Massnahmen dieses Projekts für eine nachhaltige Bekämpfung der Armut.

Dauerhafte Staatskrise, Klimawandel, weltweite COVID-19-Pandemie – wenn Krisen zusammenkommen, leiden Schutzbedürftige besonders. So auch in Nicaragua, wo sich die Krisen gegenseitig verstärken. Die massiven Auswirkungen des Klimawandels führen in weiten Teilen des Landes regelmässig zu Dürren. Dies wiederum hat Ernteausfällen und Nahrungsmittelknappheit zur Folge. Der damit verbundene Preisdruck für Grundnahrungsmittel wird durch die anhaltende Weltwirtschaftskrise in Folge der Pandemie noch verstärkt. Die Auswirkungen auf die Ernährungssicherheit in ländlichen Regionen sind dadurch gravierend. Hinzu kommen schwindende Beschäftigungsmöglichkeiten und fehlende finanzielle Ressourcen für Produktionsmittel und unternehmerische Tätigkeiten.

Familien werden so auseinandergerissen, da Erwachsene wie Jugendliche zur Arbeitssuche in die Städte oder ins Ausland abwandern. Die Kinder bleiben derweilen bei Grosseltern zurück. Diese müssen oft selber mit minimalen Ressourcen auskommen, während die Eltern als Tagelöhner das Überleben der Familie zu sichern versuchen. 

Diese nicht enden wollende Spirale der Armut wird mit konkreten Massnahmen in diesem Projekt in der Region Miraflor (Estelí) unterbrochen: Beispielsweise dank Anpassungen an den Klimawandel, dem Aus- und Aufbau von Familien-/Schulgärten und Bio-Intensivgärten oder der Unterstützung von Kleinunternehmen, um die lokale Wirtschaft anzukurbeln.

Unsere Partnerorganisationen vor Ort

UCA Miraflor ist eine genossenschaftlich organisierte soziale Bewegung, die seit 1992 in Nicaragua aktiv ist. Miraflor fördert unternehmerische Initiativen in der Agrarwirtschaft und im kommunalen Ökotourismus; zudem unterstützt sie soziale und ökologische Projekte, die die Lebensbedingungen der angeschlossenen Familien verbessern. Ebenso engagiert sich die Genossenschaft für die Gleichstellung der Geschlechter, den Generationenwechsel und den Umweltschutz.

Ziel des Projekts

Um der Wasserknappheit während den zunehmenden Trockenperioden vorzubeugen, werden Abwasserfilter gebaut und Wasserauffangzisternen und Tropfbewässerungssysteme eingerichtet. Neben den erwähnten Gärten zur Selbsternährung werden Jugendliche dabei unterstützt, durch Vernetzung und besseren Zugang zum Markt ihre agrarökologischen Produkte gewinnbringend zu verkaufen. Darüber hinaus werden ältere Menschen, die sich nicht ausreichend oder gesund ernähren können, mit Lebensmittelpaketen versorgt. 

Dies alles führt zu einer grösseren Stabilität in den Gemeinden und verringert die Abwanderung, wie den Zerfall der Familien. Indirekt profitieren davon rund 500 Personen aus 16 ausgewählten Gemeinden.

Beteiligte Fachleute

Dieses Projekt wird von folgenden Comundo-Fachleuten unterstützt und begleitet: Jacqueline Dober.

Finanzierungsprojekt


Eckdaten

01.01.2023 - 31.12.2024
Miraflor (Estelí) / Nicaragua
Ernährung und Einkommen

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Kontakt


Elisha Frei

Institutionelle Partnerschaften / Projektfinanzierung
Tel. +41 58 854 11 50
elisha.frei@comundo.org