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Gerechtigkeit für Opfer von bewaffneten Konflikten

Die Aufklärung und Wiedergutmachung von Menschenrechtsverletzungen bilden eine wichtige Grundlage für Frieden und Gerechtigkeit in Kolumbien. Laura Kleiner leistet als Juristin rechtlichen Beistand für Gewaltopfer und unterstützt insbesondere Kinder und Jugendliche dabei, ihre Rechte aktiv einzufordern.

Kolumbien wird seit über 50 Jahren von bewaffneten Konflikten erschüttert. Ein Friedensabkommen zwischen der Regierung und den FARC (Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens) kam 2016 zustande, doch Frieden herrscht noch lange nicht. Neue bewaffnete Gruppen sind aufgetaucht und haben die Kontrolle über Gebiete übernommen, die zuvor von den FARC besetzt waren. Die Bevölkerung ist weiterhin sehr stark von Gewalt, Armut, fehlender Grundversorgung und Menschenrechtsverletzungen betroffen. So kommt es z.B. immer wieder zu Zwangsvertreibungen, Landenteignungen, aussergerichtlichen Hinrichtungen und gewaltsamen Entführungen. 

Das Friedensabkommen sieht ein System der Übergangsjustiz vor, das den Opfern des bewaffneten Konflikts garantieren soll, ihre Recht einfordern zu können. Doch in der Realität ist ihr Zugang zur Justiz stark einschränkt, denn es fehlen oftmals die finanziellen und technischen Mittel und Möglichkeiten, um die nötigen Unterlagen einreichen zu können. Die Comundo-Partnerorganisation «Corporación Jurídica Yira Castro» und Laura Kleiner unterstützen sie dabei, zu ihrem Recht zu kommen. Zudem dokumentieren sie Fälle von Menschenrechtsverletzungen und sorgen dafür, dass die Verantwortlichen vor Gericht gebracht werden. Ein besonderes Augenmerk wird auf die Situation von Kindern und Jugendlichen gelegt. Damit diese ihre Rechte auf persönliche Unversehrtheit, Bewegungsfreiheit, Landbesitz, Würde und kulturelle Identifikation langfristig stärken können, entwickeln sie mit Hilfe der «Corporación Jurídica Yira Castro» zuhanden der Behörden Vorschläge für Wiedergutmachungsmassnahmen wie zum Beispiel die Rückerstattung von Land. Laura Kleiner unterstützt unsere Partnerorganisation mit ihrem Fachwissen als Juristin und vermittelt den Mitarbeitenden Werkzeuge und Wissen zu partizipativen Methoden für die Forschung, Dokumentation, Begleitung von Gewaltopfern und Bewältigung von Rechtsstreitigkeiten. 

Unsere Partnerorganisation vor Ort

Die 2001 gegründete «Corporación Jurídica Yira Castro» unterstützt Menschen in gefährdeten Situationen bei der Verteidigung ihrer Rechte. Dies tut sie, indem sie Gewaltopfern rechtliche Unterstützung bietet und politische Aktionen auf nationaler und internationaler Ebene durchführt. Sie ist besonders für ihre Arbeit mit vertriebenen oder enteigneten Gemeinschaften bekannt. Mit ihrem Engagement verstärkt unsere Partnerorganisation den landesweiten Kampf gegen Straflosigkeit und trägt zur Friedensbildung und zur Festigung der Rechtsstaatlichkeit bei.  

Ziele des Einsatzes

Kinder, Jugendliche und Familien, die von Gewalt und Menschenrechtsverletzungen betroffen sind, erhalten rechtlichen Beistand. Sie können ihre Rechte auf Wiedergutmachung aktiv einfordern, sich selbst besser schützen und ihre Lebensbedingungen langfristig verbessern. Die konsequente Aufklärung schwerer Menschenrechtsverletzungen schafft die Grundlagen für mehr Gerechtigkeit und Frieden in Kolumbien.

Fachperson

Laura Kleiner
Juristin

E-Mail

Eckdaten

01.06.2021 - 31.05.2024
Bogota / Kolumbien
Menschenrechte und Demokratie

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