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Frauen fördern, junge Menschen unterstützen

In Kolumbien arbeitet unsere Fachperson Pablo Rebetez aktuell bei zwei Partnerorganisationen. Die erste, Boyapaz, im Departement Boyacá, unterstützt Frauen bei lokalen Projekten im Agrar- und Lebensmittelbereich; dies durch neue Ansätze für wirkungsorientierte Investitionen, in Zusammenarbeit mit der Stiftung CRECER in Zürich. Die zweite Partnerorganisation, Paz y Bien in Cali, begleitet und schützt Kinder und Jugendliche in Konfliktsituationen und bei Gewalt, von der sie betroffen sind. 

 

Im Departement Boyacá sind viele Gemeinden mit Armut, mangelndem Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen und den Auswirkungen des Klimawandels konfrontiert. Seit zehn Jahren begleitet Boyapaz lokale Entwicklungsprozesse in der Region und unterstützt nachhaltige Initiativen wie den Agrotourismus. Die Region war historisch durch den Smaragdabbau geprägt, der wirtschaftliche Chancen, aber auch Konflikte mit sich brachte. Heute, nach einem Rückgang des Bergbaus, müssen viele Gemeinden neue Einnahmequellen erschließen. Boyapaz begleitet die Umsetzung alternativer (oder ergänzender) Lösungen, die umweltfreundlich und nachhaltig sind. Gleichzeitig engagieren sich Frauen in kleinen Produktionsprojekten und streben nach finanzieller Stabilität. Um diese Initiativen nachhaltig zu stärken, erweisen sich Investitionsmodelle mit sozialer Wirkung als vielversprechender Ansatz. 

Pablo Rebetez hat einen Bachelor in Politikwissenschaften und einen Master in Sozialwissenschaften mit Spezialisierung auf Anthropologie des sozialen und ökologischen Handelns. Er verfügt über Erfahrung im Bereich Bildung und internationale Zusammenarbeit in Kolumbien. Während dieser Sondierungsphase dokumentiert er die Erfahrungen des von CRECER geleiteten Projekts „Vision Guatemala“, das als Inspiration für Kolumbien dient. In der Region Boyacá und gemeinsam mit unserem Partner vor Ort, Boyapaz, evaluiert Pablo das Potenzial lokaler Initiativen für Impact-Investments. Zudem recherchiert er zu Akteuren im Bereich der sozialen Investitionen und baut ein Netzwerk relevanter Partner auf. Ziel ist es, die Grundlagen für ein mögliches Pilotprojekt zu schaffen, mit dem kleine, von Frauen geführte Unternehmen finanziell gestärkt und ihre wirtschaftliche Selbstständigkeit gefördert werden können. 

Gewalt hat in Kolumbien wie auch im Rest der Welt sowohl greifbare als auch nicht greifbare Ursachen. Objektiv betrachtet sind Probleme wie Arbeitslosigkeit, mangelnder Zugang zu Bildung, Ungleichheiten beim Landbesitz und fehlende Gerechtigkeit für die Opfer die Ursache für zahlreiche Gewalttaten. In Cali machen junge Menschen – im Alter von 10 bis 29 Jahren – 30 % der Gesamtbevölkerung aus. In der Gemeinde Aguablanca, einem Stadtteil im Osten von Cali, sind Kinder und Jugendliche besonders stark von Gewalt und Kriminalität (bspw. durch kriminelle Banden oder Gewalt innerhalb der Familie), von Armut (bspw. durch Arbeitslosigkeit) sowie von mangelnder Bildungsversorgung und -qualität betroffen.

Seit ihrer Gründung im Jahr 1992 ist die Stiftung Paz y Bien im Bezirk Aguablanca tätig und führt dort psychosoziale Maßnahmen zur Prävention und zum Schutz von Kindern und Jugendlichen durch, wobei sie einen menschenrechtsbasierten Ansatz verfolgt. Sie bietet Jugendlichen Alternativen für einen friedlichen Umgang mit Konflikten. Dabei trägt sie auch zur Stärkung ihrer Fähigkeiten bei, Lebensentwürfe ausserhalb von Gewaltkreisen zu entwickeln und ihre Rechte wahrzunehmen. Zudem hilft sie Jugendlichen, soziale und gemeinschaftliche Bindungen zu knüpfen, die auf die Schaffung eines dauerhaften Friedens in einem von Gewalt und Konflikten geprägten Umfeld abzielen. Pablo Rebetez arbeitet bei der Stiftung Paz y Bien daran, interne Kapazitäten zu stärken, um ihre finanzielle Tragfähigkeit zu sichern und ihre Reichweite und Wirkung durch strategische Partnerschaften und eine verbesserte Kommunikation zu vergrössern. Ziel ist es, die Positionierung der Organisation zu verbessern und eine qualitativ hochwertige, auf die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen zugeschnittene Begleitung langfristig zu sichern. 

In Kolumbien konzentriert sich Comundo auf die Arbeit der Versöhnung und die Förderung einer Kultur des Friedens. In Projekten, die sich an Kinder und Jugendliche richten, vermitteln wir die Grundlagen eines friedlichen Zusammenlebens, wie Respekt, Vertrauen und Toleranz. So lernen Kinder und Jugendliche, Konflikte Schritt für Schritt zu überwinden und Veränderungen in der Gesellschaft anzustoßen. Weitere Arbeitsfelder umfassen die psychosoziale Begleitung von Opfern bewaffneter Konflikte sowie die Unterstützung von Gemeinschaften bei der Verteidigung ihrer Menschenrechte, Landrechte und Umweltrechte.

 

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Fachperson

Pablo Rebetez
Berater für Monitoring und Evaluation

E-Mail

Eckdaten

Dauer
01.01.2026 - 31.12.2028

Region
Boyacá, Colombie / Kolumbien

Thema
Menschenrechte und Demokratie