«Memorias de Tierra» – ein Dorf verschwindet

Virtual-Reality-Veranstaltung über das Dorf El Hatillo in Kolumbien, das dem Bergbau zum Opfer fällt: Luzern, 5. September 2019 und Bern, 9. September 2019. Auch die Schweizer Bevölkerung kann etwas tun, denn beteiligt an der Mine ist auch Glencore. Die Unterstützung der Konzernverantwortungsinitiative ist wichtig.

Flyerbild Memorias de Tierra

Die kleine Gemeinde El Hatillo in Nordkolumbien wird verschwinden – geopfert dem Abbau der Bodenschätze durch internationale Konzerne. Alle Bewohnerinnen und Bewohner sollen umgesiedelt werden. Der exzessive Kohleabbau in der Region Cesar hat für die einheimische, kleinbäuerlich geprägte Bevölkerung enorme soziale, ökologische und gesundheitlichen Folgen. Die Journalistin und COMUNDO-Fachperson Julia Schmidt hat festgestellt, dass bis anhin die notwendige Verarbeitung der Situation und die Erinnerungsarbeit keine Beachtung gefunden hat. Mit ihrem Multimedia-Projekt «Memorias de Tierra – Das Schicksal von El Hatillo» will sie dies ändern.



Virtuell ins Dorf zurückkehren
Julia Schmidt hat ein Projekt entwickelt, das El Hatillo virtuell am Leben erhält und den Bewohner/innen die Möglichkeit gibt, jederzeit ‚zurückzukehren‘. «Virtual Reality», die auf 360-Grad-Technik basiert, bietet sich an, weil sie es möglich macht, in dem Dorf ‚herumzugehen‘ und sich dort umzuschauen.

So können sich nun auch die Besucher/innen der beiden Veranstaltungen in Luzern und in Bern selbständig im Dorf bewegen und den Alltag der Bevölkerung sowie die Auswirkungen der Umweltzerstörung selber erleben. Julia Schmidt berichtet dabei auch über ihre Eindrücke, Erfahrungen und Herausforderungen in der Umsetzung des Projekts.

Was kann die Konzernverantwortungsinitiative ausrichten?
Zudem gibt Stephan Suhner (Arbeitsgruppe Schweiz-Kolumbien, ask) einen Input zur rechtlichen Situation in El Hatillo und gibt Auskunft, welche konkreten Auswirkung die bevorstehende Konzernverantwortungsinitiative hätte.

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