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Umweltzerstörung: Bildung gegen Fake News

Im südlichen Stadtteil von Lima ist Armut weitverbreitet und es mangelt jungen Menschen an Perspektiven und politischer Mitbestimmung. Falschnachrichten verschärfen das Problem, da sie das Vertrauen in Politik und Medien untergraben. Mit diesem Projekt stärkt Comundo das demokratische Bewusstsein junger Menschen, damit sie aktiv zur Verbesserung ihrer Situation und zum Schutz der Umwelt beitragen können.

Fake News sind in Peru und weltweit ein grosses Problem. Während der Corona-Pandemie hat es sich noch verschärft, da sich Falschinformationen in Krisenzeiten besonders schnell verbreiten. Diese werden manchmal aus Versehen in Umlauf gebracht, doch oft auch gezielt eingesetzt – etwa im Vorfeld von Wahlen – um Menschen zu täuschen und zu beeinflussen. Dann werden Fake News zur Gefahr, welche die Entscheidungsfähigkeit und Sicherheit der Bürger gefährden und das demokratische System schwächen. 

In Zusammenarbeit mit zwei lokalen Partnerorganisationen setzt sich Comundo dafür ein, Desinformation zu bekämpfen und junge Menschen zu kritisch denkenden Persönlichkeiten zu erziehen. Die Zielgruppe sind ca. hundert Studierende sowie ihre Lehrpersonen an zwei Berufsschulen von Fe y Alegría im Süden Limas. Es handelt sich um einen Stadtteil, der von Armut betroffen ist. Die meisten Familien sind aus dem Landesinnern zugewandert. Es mangelt an Bildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten sowie an Mitspracherechten. Mit einem ganzheitlichen Bildungsprogramm werden die jungen Menschen dazu ermächtigt, einen Beruf zu erlernen und mit einer besseren Allgemein- und Ethikbildung zu einer gerechten Zukunft für alle beizutragen. Zudem erhalten sie das Rüstzeug, um aktiv über die Klimakrise und die Zerstörung wichtiger Lebensräume zu kommunizieren – Themen, über die oft Falschnachrichten im Umlauf sind.

Unsere Partnerorganisationen vor Ort

Ojo Público ist ein 2014 gegründetes Informationsportal mit Sitz in Lima. Sein Ziel besteht darin, mit investigativem Journalismus die Menschenrechte, Demokratie, Transparenz des Staates sowie den Kampf gegen Ungleichheiten zu fördern. Im Zentrum der Berichterstattung stehen gesellschaftliche und Umwelt-Themen, die von anderen Medien tabuisiert werden. Die Beiträge tragen dazu bei, Fälle von organisiertem Verbrechen und Korruption aufzudecken und Umweltthemen auf die politische Agenda zu bringen. Ojo Público wurde von Journalisten von El Comercio, Perus führender Zeitung, gegründet, um damit den unabhängigen Journalismus zu stärken.

Fe y Alegría – 1955 in Caracas, Venezuela, gegründet – ist eine gemeinnützige Organisation, die in ganz Lateinamerika ausgegrenzten und benachteiligten Bevölkerungsgruppen mit hochwertiger Bildung bessere Zukunftschancen ermöglicht. In Peru arbeitet Fe y Alegría eng mit öffentlichen Bildungseinrichtungen zusammen und fördert mit der ganzheitlichen Volksbildung einen Wandel in der Gesellschaft. Gerechtigkeit, Partizipation, Respekt vor der Vielfalt und Solidarität bestimmen das Handeln unserer Partnerorganisation. Fe y Alegria betreibt  ein Netzwerk staatlicher Schulen in ganz Peru, sowohl auf Primar-, Sekundar- wie auch Berufsbildungsstufe.

Ziele des Projekts

Die am Projekt beteiligten Studierenden und Lehrpersonen sind in der Lage, Informationen zu überprüfen und Fake News, vor allem aus dem Klima- und Umweltbereich, zu erkennen – dies dank der Kooperation von zwei Organisationen, die Bildung mit Knowhow aus dem Journalismus verknüpfen. Das demokratische Bewusstsein der jungen Menschen ist gestärkt und sie tragen in ihrem Stadtteil aktiv zur Lösung von Problemen bei, insbesondere dem mangelnden Zugang zu Bildung, Beschäftigung und Gesundheitsdienstleistungen. Mit eigenen journalistischen Beiträgen, die über Ojo Público verbreitet werden, sorgen die Studierenden dafür, Themen wie die Umweltzerstörung in Amazonien oder die Klimakrise in die öffentliche Diskussion einzubringen.

Beteiligte Comundo-Fachperson

Der Journalist Aramis Castro setzt sich mit Ojo Público dafür ein, dass indigene Völker in Amazonien eine Stimme erhalten, und bildet junge Journalistinnen und Journalisten dafür aus. Zusätzlich begleitet er dieses Projekt bei der Entwicklung von Kursen zur Sensibilisierung von Studierenden und Lehrpersonen für Desinformation und Fake News.

 

Finanzierungsprojekt


Eckdaten

01.01.2023 - 31.12.2023
Lima / Peru
Menschenrechte und Demokratie

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Kontakt


Karin Leisibach

Institutionelle Partnerschaften / Projektfinanzierung
Tel. +41 58 854 11 41
karin.leisibach@comundo.org