Comundo arbeitet in diesem Bereich mit der Partnerorganisation CooperAcción zusammen. Diese setzt sich gemeinsam mit Vertreter:innen der Gemeinderäte dafür ein, die Quellgebiete und Wasserläufe zu schützen. Ausserdem entwickelt sie zusammen mit Bäuer/-innen konkrete Massnahmen, um die Wasserversorgung und die landwirtschaftliche Produktion zu verbessern: Bewässerungssysteme und Wasserreservoirs, Aufforstungen, Gewächshäuser, agrarökologische Techniken zur Schädlingsbekämpfung, sowie ein besserer Zugang zu lokalen Märkten. Durch die gemeinsame Raumplanung werden Prioritäten festgelegt und Unterstützung von den Behörden eingefordert, damit diese in sinnvolle Projekte investieren, die den Schutz vor den Klimafolgen stärken.
Thomas Niederberger unterstützt sie dabei. Als Sozialanthropologe und Journalist ist er spezialisiert darauf, Praxiserfahrungen zu dokumentieren und zu vermitteln, damit das Gelernte möglichst viele Menschen erreicht. Und als Experte für Bergbau kennt er sich aus mit Rohstoff-Handelsketten, Umweltschäden und Unternehmensverantwortung. Gemeinsam mit dem Team von CooperAcción wird er etwa untersuchen und aufzeigen, wie der Konsum von Strom aus Solarzellen mit der Landwirtschaft in den Anden zusammenhängt, um die Grundlagen zu schaffen für eine wirksame Lobbyarbeit. Weiter wird er zusammen mit den lokalen Mitarbeitenden die indigenen Gemeinschaften dabei unterstützen, ihre kommunale Raumplanung an die erhöhte Gefahrenlage anzupassen und gemeinsam mit lokalen Behörden den Gewässerschutz und die Wasserversorgung zu verbessern – durch Aufforstung, Mikrobewässerungsanlagen, Reservoirs und weiteren konkreten Massnahmen.
Mit dieser Unterstützung verbessern indigene Gemeinschaften der südlichen Anden ihre Wasserversorgung und Ernährungssicherheit. Dies dank der Stärkung des Gewässerschutzes und der Anwendung von Techniken der Agrarökologie. Sie sind damit besser auf die Folgen des Klimawandels vorbereitet. Sie können ihre Anliegen gegenüber dem Staat und der Öffentlichkeit klar kommunizieren und nehmen eine aktive Rolle ein in den Debatten über die (un-)gerechte Energiewende – die Folgen des Abbaus von Metallen und wie diese eingedämmt werden können.
Durch die Schaffung eines Arbeitsbereichs für Aktionsforschung stärkt die Partnerorganisation CooperAccion ihr Verständnis über die Anpassung an Klimawandelfolgen und über die globalen Handelsketten von Kupfer und anderen Metallen, sowie ihre Fähigkeiten in der Durchführung von Studien und in der Wissenschaftskommunikation.