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Schutz von Kindern vor Waffengewalt

Die ländliche Bevölkerung Kolumbiens leidet unter der Gewalt durch bewaffnete Gruppen. Diese nutzen Armut und fehlende Perspektiven aus, um Kinder und Jugendliche für ihre Kämpfe zu rekrutieren. Die Juristin Yina Avella setzt sich für die Stärkung der Kinderrechte und wirksame Schutzmechanismen ein.

Das Friedensabkommen zwischen der Regierung und den FARC (Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens) im Jahr 2016 hat zu einer Neuordnung der Machtverhältnisse zwischen den bewaffneten Gruppen geführt, die um die Kontrolle über ländliche Gebiete und den illegalen Handel kämpfen. Die Bevölkerung ist trotz Friedensabkommen weiterhin von Gewalt, Armut, fehlender Grundversorgung und Menschenrechtsverletzungen betroffen, besonders in ländlichen Gebieten. Bewaffnete Gruppen nutzen die prekäre Situation verletzlicher Kinder und Jugendlicher aus, um sie zu rekrutieren. Sie werden ausgebeutet und dazu gezwungen, in bewaffneten Konflikten zu kämpfen.

Yina Avella und unsere Partnerorganisation Justapaz engagieren sich für einen besseren Schutz der Kinderrechte in der Hauptstadt Bogotá und der Pazifikregion Kolumbiens. Dabei arbeiten sie eng mit Familien und Gemeinschaften zusammen und entwickeln Schutzstrategien und Präventionsmassnahmen, um Kinder und Jugendliche von bewaffneten Gruppen fernzuhalten. Bildungs- und kulturelle Angebote stärken das Gemeinschaftsgefühl und Selbstbewusstein, bieten sinnvolle Formen der Freizeitgestaltung und vermitteln Wissen über Menschenrechte und den gewaltfreien Umgang mit Konflikten. Als Juristin begleitet Yina Avella zudem Opfer des bewaffneten Konflikts und sorgt dafür, dass die Fälle dokumentiert und an die Gerichte weitergeleitet werden. Und sie hilft mit, Sensibilisierungskampagnen und Empfehlungen zuhanden der Behörden zu entwickeln und den Erfahrungsaustausch über Menschenrechtsthemen innerhalb nationaler und internationaler Netzwerke zu fördern.

Unsere Partnerorganisation vor Ort

Justapaz wurde 1990 von der Mennonite Christian Church in Kolumbien gegründet und unterstützt Kinder, Jugendliche, Frauen und Gemeinden. Mit Ausbildung, Forschung, Informationskampagnen und Lobbyarbeit trägt die Organisation zur Stärkung einer aktiven Bürgerschaft bei sowie zum gemeinschaftlichen und kulturellen Leben und der Festigung sozialer Strukturen. Ihr Ziel besteht darin, eine gerechte und gewaltfreie Gesellschaft aufzubauen und einen dauerhaften Frieden zu ermöglichen. 

Ziele des Einsatzes

Gemeinden verfügen über Schutzräume und geeignete Strategien, um Kinder und Jugendliche vor der Rekrutierung durch bewaffnete Gruppen zu schützen. Diese sind sensibilisiert für die Gefahren, die ihnen durch bewaffnete Gruppen drohen, und werden mit Trainings und Bildung gestärkt. Sensibilisierungsarbeit und die Dokumentation von Menschenrechtsverletzungen tragen zudem dazu bei, ein öffentliches Bewusstsein für die Probleme zu schaffen und Druck auf die Politik auszuüben. 

Fachperson

Yina Avella
Juristin

E-Mail

Eckdaten zum Projekt

01.04.2021 - 31.03.2024
Bogotá und Pazifikküste / Kolumbien
Menschenrechte und Demokratie

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