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Nachhaltige Lebensräume dank Agrarökologie

In den Anden Perus gefährden Wasserknappheit und verschmutzte Quellen das Leben vieler Familien. Böden verlieren an Kraft und traditionelles Wissen über einen nachhaltigen Umgang mit Wasser und Natur gehen verloren. Gemeinsam mit Pukllasunchis stärkt Jan Baiker deshalb die Umweltbildung sowie eine nachhaltige Landwirtschaft in und rundum Cusco Stadt (Peru). Es entstehen konkrete Lösungen für einen besseren Umgang mit Wasser und ökologischere Anbaumethoden.

 

In den Anden Perus wird Wasser zunehmend knapp. Der Klimawandel führt zu längeren Trockenzeiten und lässt Gletscher schmelzen. Viele Quellen versiegen oder liefern nur noch wenig Wasser. Gleichzeitig sind zahlreiche Wasserquellen durch Abfall und Abwässer verschmutzt. Für Familien und Schulen wird sauberes Wasser dadurch zur täglichen Herausforderung. Landwirtschaft und Ernährung sind direkt betroffen.

Auch die Umwelt leidet sichtbar unter diesen Veränderungen. Böden verlieren an Fruchtbarkeit, trocknen aus und werden dadurch anfälliger für Erosion. Ohne gezielte Umweltbildung fehlt vielen Menschen das Wissen für nachhaltige Lösungen. Zudem geht traditionelles Wissen älterer Generationen verloren. Dieses Wissen war lange eine wichtige Grundlage für einen nachhaltigen Umgang mit Natur und Wasser. Heute fehlt es oft an Austausch und Zusammenarbeit zwischen den Generationen. Andenregionen brauchen deshalb dringend neue Perspektiven und konkrete Massnahmen.

Jan Baiker ist Umweltnaturwissenschaftler mit einem Abschluss der ETH Zürich. Er verfügt über ein Postgradstudium in Entwicklung & Zusammenarbeit sowie eine Weiterbildung in Didaktik &  Pädagogik. Seit vielen Jahren lebt und arbeitet er bereits in Peru. Dort sammelte er Erfahrung in internationalen Programmen und beriet staatliche Institutionen und NRO zu Klimawandel und Agrarökologie. Diese Kombination macht ihn zur idealen Unterstützung unserer Partnerorganisation Pukllasunchis; diese Organisation hat sich zum Ziel gesetzt, u.a. in diversen Schulen mit speziellen Projekten das Umweltbewusstsein zu fördern und mit Einbezug der Schüler:innen, der Eltern und Gemeindebehörden nachhaltige agroökologische Praktiken zu etablieren.

Jan arbeitet seit Juni 2026 bei der Entwicklung von Schulungen für Lehrpersonen und Gemeinden und bringt aktuelles Fachwissen ein. Das Ziel seines Einsatzes richtet sich darauf, Umweltmassnahmen konkret umzusetzen und bestehende Projekte zu stärken. Er unterstützt bei der Verbesserung von Methoden zur Bodenbearbeitung und zur Förderung die Fruchtbarkeit. Zudem hilft er bei der Einführung innovativer Ansätze zur Wassergewinnung. Schulgemeinschaften in den Nachbargemeinden der Stadt Cusco - Lucre, San Jerónimo und San Sebastian - erhalten neues Wissen zu agroökologischen und wasserspezifischen Praktiken. So entstehen nachhaltige Lösungen für ein besseres Wassermanagement und einen schonenden Umgang mit der Umwelt. Davon profitieren nicht nur die Mitarbeitenden von Pukllasunchis, sondern auch rund 100 Lehrpersonen und bis zu 4000 Kindern in diversen Schulen.

Comundo engagiert sich vorwiegend für die Rechte indigener Gemeinschaften und für jene Teile der städtischen Bevölkerung, die unter prekären Umwelt- und Lebensbedingungen leben. Mit Bildungs-angeboten befähigt Comundo Menschen unter anderem darin, die Ursachen von Umweltkonflikten zu erkennen, ihre Mitspracherechte wahrzunehmen und die Geschlechtergerechtigkeit zu fördern. Traditionelles indigenes Wissen soll landesweit mehr Anerkennung erhalten, da es für den Erhalt und die nachhaltige Nutzung der Lebensgrundlagen wichtig ist. Dazu unterstützen wir Lobbyarbeit auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene.

 

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Fachperson

Jan Baiker
Umweltnaturwissenschaftler

E-Mail

Eckdaten

Dauer
01.06.2026 - 31.05.2029

Region
Cusco / Peru

Thema
Ernährung und Einkommen