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Mit traditionellem Wissen gegen den Klimawandel

Übernutzte Ressourcen und Umweltkatastrophen erschweren das Leben junger Bauernfamilien im peruanischen Amazonas-Gebiet. Der Politikwissenschaftler Fabian Simeon fördert das Wiederbeleben von traditionellem Wissen und naturnaher Praktiken, damit die Folgen des Klimawandels bewältigt werden können.

Das peruanische Amazonas-Gebiet ist reich an fruchtbaren Böden und hat grosses touristisches Potential. Doch in den letzten Jahren hat sich der Zustand der natürlichen Lebensgrundlagen stark verschlechtert wegen der Übernutzung der Böden und zunehmenden Umweltkatastrophen. Für junge Bauernfamilien wird es immer schwieriger, auf dem Land zu überleben. Viele wandern in die Städte ab, an deren Rändern slumartige Überbauungen ohne Grundversorgung entstehen. Deren Bewohnerinnen und Bewohner sind sehr anfällig für alle möglichen Bedrohungen wie Erdrutsche und Überschwemmungen, die durch den Klimawandel weiter zunehmen. Infolge der Anpassung an städtische Lebensweisen geraten traditionelle Praktiken und der Gemeinschaftssinn immer mehr ins Abseits. Die Menschen verlieren ihre kulturelle Identität, den Respekt für die Natur und den Zugang zu einer qualitativ hochwertiger Ernährung. Kinder sind der misslichen Lage besonders ausgesetzt und werden häufig Opfer von Ausbeutung. 

Vor diesem Hintergrund setzen sich unsere Partnerorganisation Inti Runakunaq Wasin und Comundo-Fachperson Fabian Simeon für benachteiligte Kinder, Jugendliche und junge Bauernfamilien ein. Ein wichtiges Ziel ist die Förderung des Austauschs zwischen den Generationen und die Weitergabe von traditionellen Praktiken und Lebensweisen von Grosseltern an Enkelkinder. Der Gemeinschaftssinn und das Wissen der Vorfahren über ein harmonisches Zusammenleben mit der Natur helfen dabei, die Folgen des Klimawandels besser zu bewältigen und alternative Strategien zu entwickeln. Auch geht es darum, das einzigartige Natur -und Kulturerbe als wichtige Ressource für einen sanften Tourismus zu nutzen und neue Einkommensquellen zu ermöglichen. Fabian Simeon bildet das Team von Inti Runakunaq Wasin weiter und unterstützt es bei der Entwicklung wirkungsvoller Programme. 

Unsere Partnerorganisation vor Ort

Inti Runakunaq Wasin ist eine gemeinnützige Bürgervereinigung, die ihre Arbeit im Jahr 2000 aufnahm. Sie wurde von einer Gruppe von Freiwilligen ins Leben gerufen, um sich für gefährdete Kinder und Jugendliche einzusetzen, sie in ihren Rechten und Potentialen zu stärken und ihnen Chancen auf eine eigenständige Zukunft zu ermöglichen. Inti Runakunaq Wasin arbeitet in vielen Bereichen mit lokalen Behörden und Bildungseinrichtungen zusammen, um z.B. den Kinderschutz zu stärken und die Bevölkerung für die Kinderrechte zu sensibilisieren.  

Ziele des Einsatzes

Das Wissen von älteren Menschen und traditionelle Praktiken werden genutzt, um die Folgen des Klimawandels in der peruanischen Amazonas-Region zu bewältigen und die Ernährung zu sichern. Der Aufbau eines sanften Tourismus stärkt junge Menschen in ihrer kulturellen Identität und schafft neue Einkommensmöglichkeiten und Perspektiven in den ländlichen Regionen.

 

Fachperson

Fabian Simeon
Politikwissenschaftler

E-Mail

Eckdaten

01.02.2021 - 31.01.2024
Peru / Peru
Menschenrechte und Demokratie

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