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Gerechtigkeit für Opfer des bewaffneten Konflikts

In Kolumbien führen bewaffnete Konflikte, extraktive Wirtschaft, Monokulturen und Klimawandel zu Landkonflikten, Umweltzerstörung und Ernährungskrisen – besonders für ländliche und ethnische Gemeinschaften. Der Menschenrechtsexperte Carlos Alberto Córdoba unterstützt unseren Partner "Yira Castro Legal Corporation (CJYC)" bei Ermittlungen und rechtliche Analysen. So ermöglicht er Betroffenen einen Zugang zu Land und verhilft ihnen zu Gerechtigkeit und territorialer Wiedergutmachung.

 

In Kolumbien werden grundlegende Menschenrechte – das Recht auf Land, Nahrung und eine gesunde Umwelt – systematisch durch extraktive, agroindustrielle und Infrastrukturprojekte verletzt. Der Mangel an Gerechtigkeit und Entschädigung ist besonders auffällig in Regionen wie Bolívar, Meta, Cauca und Valle del Cauca, wo bewaffnete Konflikte, Unternehmensdruck, illegales Wirtschaften und Klimakrisen sich überlagern. Indigene, afro-abstammende und bäuerliche Gemeinschaften sind Drohungen und der mutwilligen Zerstörung ihrer Ernten ausgesetzt, während bewaffnete Gruppen Blockaden und Massenvertreibungen verhängen; dies erschwert zusätzlich den Zugang zu Land und ausreichender Nahrung. Trotz der gesammelten Beweise bleiben Opfer – ob durch Gewalt oder Klima vertrieben – oft ungeschützt und erhalten kaum Unterstützung.

Die Yira Castro Legal Corporation (CJYC), für die Carlos Alberto Cordoba arbeitet, widmet sich der integralen Begleitung gefährdeter Menschen und Gemeinschaften und begleitet diese bei der Verteidigung und Einforderung ihrer Rechte. Insbesondere unterstützt und vertritt sie bäuerliche und ethnische Gemeinschaften, die an Landrückgabeverfahren vor den Bezirksgerichten oder im Rahmen von Friedensprozessen vor der Sondergerichtsbarkeit für Frieden (JEP) beteiligt sind. Diese Fälle werden im Rahmen der Übergangsjustiz untersucht. Die Organisation führt soziorechtliche Untersuchungsaufgaben im Zusammenhang mit Streitigkeiten durch und bringt diese vor Gericht. Carlos unterstützt Gemeinschaften ausserdem bei Umweltstreitigkeiten, die sich aus Landrückgabenfällen ergeben.

In Kolumbien konzentriert sich Comundo auf die Arbeit der Versöhnung und die Förderung einer Kultur des Friedens. In Projekten, die sich an Kinder und Jugendliche richten, vermitteln wir die Grundlagen eines friedlichen Zusammenlebens, wie Respekt, Vertrauen und Toleranz. So lernen Kinder und Jugendliche, Konflikte Schritt für Schritt zu überwinden und Veränderungen in der Gesellschaft anzustossen. Weitere Arbeitsfelder umfassen die psychosoziale Begleitung von Opfern bewaffneter Konflikte sowie die Unterstützung von Gemeinschaften bei der Verteidigung ihrer Menschenrechte, Landrechte und Umweltrechte.

 

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Fachperson

Carlos Alberto Córdoba
Menschenrechts-Berater

E-Mail

Eckdaten

Dauer
01.03.2026 - 28.02.2029

Region
Bogotà / Kolumbien

Thema
Menschenrechte und Demokratie