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18.08.2021

Zehn neue Fachleute starten Einsatz trotz Krise

Angesichts der weltweiten Corona-Krise ist der Kampf gegen Armut, Gewalt und soziale Ungerechtigkeit wichtiger denn je. Unsere zehn neuen Comundo-Fachleute lassen sich von der Pandemie nicht abschrecken und treten ihre Entwicklungseinsätze in Lateinamerika und Afrika an.

 KOLUMBIEN 

Annina Schlatter, 30, Religionswissenschaftlerin aus Zürich

Für mehr politische Mitbestimmung von Jugendlichen

Annina Schlatter lässt ihre Erfahrungen in der interkulturellen Jugend- und Friedensarbeit in ein Pilotprojekt zur Stärkung der Jugendpartizipation einfliessen. Vor dem Hintergrund des bewaffneten Konflikts in Kolumbien trägt sie dazu bei, den politischen Einfluss der Jugendlichen innerhalb des Friedensförderungsnetzwerks Redprodepaz zu stärken. Sie sollen ihr Umfeld aktiv mitgestalten und sich in Entscheidungsprozesse einbringen können.

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François de Riedmatten, 40, Journalist aus Sion

Für eine Kultur des Friedens und die Achtung der Menschenrechte

Nach zehnjähriger Tätigkeit im Journalismus kam für François de Riedmatten ein wichtiger Wendepunkt in seinem Leben: Er fällte den Entscheid für einen Einsatz in der internationalen Zusammenarbeit in Kolumbien. Dort wird er sich in benachteiligten Stadtvierteln von Bogotá mit der Organisation Casitas Bíblicas, die er im Bereich Kommunikation stärkt, für eine Kultur des Friedens und die Achtung der Menschenrechte einsetzen.

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 PERU 

Sarah Günther, 35, Umweltwissenschaftlerin, aus Berlin

Für weniger Umweltbelastung und die Einhaltung der Grundrechte

Sarah Günther, die seit Jahren von einem Entwicklungseinsatz träumt, spezialisierte sich im Studium auf Naturschutz und Ökotoxikologie. Umweltschädliche Stoffe sind auch in Peru ein grosses Thema, denn wegen Bergbautätigkeiten befinden sich vielerorts Schwermetalle im Trinkwasser. Sarah Günther wird ihre Berufserfahrung beim Umweltnetzwerk Red Muqui einbringen, das für die Grundrechte der lokalen, oft indigenen Bevölkerungsgruppen kämpft.

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Elena Clénin, 25, Kommunikationswissenschaftlerin aus Saint-Prex

Für eine bessere Gesundheit von Kindern und Jugendlichen

Nach ihrem Studium in Kommunikations- und Medienwissenschaften sammelte Elena Clénin bereits Erfahrungen in der Entwicklungszusammenarbeit. Nun engagiert sie sich in einem Junior-Einsatz mit dem Umweltnetzwerk Red Muqui für die Rechte von Kindern und Jugendlichen, die den gesundheitsschädigenden Folgen des Bergbaus ausgesetzt sind. Sensibilisierungskampagnen sollen ihre Situation für eine breite Bevölkerung sichtbar machen.

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 BOLIVIEN 

Marie Rappaport, 33, Master Altamerikanistik und Ethnologie, aus Aachen

Für weniger Gewalt im indigen geprägten Andenraum

Häusliche Gewalt ist in Bolivien weit verbreitet. Doch es mangelt an Unterstützungsangeboten und an Sensitivität für verschiedene kulturelle Kontexte. Marie Rappaport engagiert sich im indigen geprägten Andenraum für den verstärkten Wissensaustausch zwischen staatlichen Stellen und traditionellen Heilern. Ziel ist es, gemeinsam neue Therapieansätze und ganzheitliche Lösungen gegen Gewalt zu erarbeiten.

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Coraline Kaempf, 30, Journalistin aus Porrentruy

Für einen besseren Schutz der Lebensgrundlagen für Jung und Alt

Während einer Lateinamerika-Reise kam Coraline Kaempf erstmals mit der Personellen Entwicklungszusammenarbeit in Berührung. Seither ist sie der Überzeugung, dass jede einzelne Tat für eine bessere Welt zählt. Die Journalistin wird sich im bolivianischen Dschungel bei Acovicruz im Bereich Kommunikation engagieren. Gemeinsam fördern sie den Schutz der Lebensgrundlagen und die Mitspracherechte von Jugendlichen und alten Menschen in Umweltfragen.

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 KENIA 

Michaela Verling, 25, Master Gesundheitswissenschaften und Technologie

Für besseren Zugang zu Bildung und Gesundheitsberufen

Jetzt, wo wegen Corona die Ungleichheit weltweit wächst, wagt Michaela Verling bewusst den Berufseinstieg in Kenia. Die Schnittstelle zwischen Gesundheit und Technologie begeistert sie: In ihrem Junior-Einsatz an der Kenya School for Integrated Medicine will sie ihr breites Wissen dazu nutzen, um die Ausbildung der Jugendlichen in medizinischen Berufen mit E-Learning zu ergänzen und das Gesundheitssystem zu stärken.

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 SAMBIA 

Hannah Labusch, 60, Heilpädagogin aus Zürich

Für weniger Benachteiligung beeinträchtigter Menschen

Menschen mit Beeinträchtigungen werden in Sambia stark benachteiligt – insbesondere in einem Armenviertel wie Kanyama. Dort wird sich Hannah Labusch für gerechtere Bildungschancen für alle Kinder und Jugendlichen engagieren. Sie freut sich darauf, ihre knapp dreissigjährige Erfahrung mit integrierter Sonderschulung für die bessere Akzeptanz und das Empowerment von ausgegrenzten Menschen einzusetzen.

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Sibylle Freiermuth, 32, Englischlehrerin aus Luzern

Besser Schreiben und Lesen lernen

Die Pandemie hat Sambia im Bildungssektor stark getroffen. Home-Schooling war während der Schulschliessungen kaum möglich. Dies führte zu schwerwiegenden Lernrückschlägen bei Kindern, die bereits unter normalen Umständen kaum richtig Lesen und Schreiben lernen. Hier setzt die erfahrene Englischlehrerin Sibylle Freiermuth an. An der Pakachele-Primarschule in Lusaka unterstützt sie die Lehrpersonen bei der Vermittlung von Lese- und Schreibfähigkeiten.

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 NAMIBIA 

Anna Hartmann, 34, Business Administration-Spezialistin aus Luzern

Für besseren Unterricht von Schulkindern

Der Mitteleinsatz im namibischen Bildungswesen ist oft ineffi zient: Gelder für Schulen werden nicht richtig budgetiert, Gehälter für Lehrpersonen falsch berechnet. Die Folgen: Schulen können beispielsweise dringend benötige Lernmaterialien nicht kaufen. Darunter leiden besonders die Kinder. Damit das Geld am richtigen Ort ankommt, unterstützt Anna Hartmann die Finanz- und Personaladministration des Bildungsdirektorats Kavango West.

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