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23.02.2026

Lokal verankert - Global vernetzt

In den 60er Jahren wurden noch «Experten» und Kühe nach Ruanda verschifft, um die Landwirtschaft zu intensivieren. Heute gehört es jedoch zum Selbstverständnis der Entwicklungszusammenarbeit, sich an lokalen Bedürfnissen auszurichten. Dennoch gibt es weiterhin viele Stolpersteine. Comundo und über 40 Schweizer NGOs haben deshalb ein Manifest erarbeitet. Es ist ein Aufruf zu gemeinsamen Schritten auf dem Weg zu gleichberechtigten Partnerschaften.

In Kenia fördert die gezielte Zusammenarbeit mit Gesundheitseinrichtungen die Selbstbestimmung älterer Menschen.

Mehr als 40 Schweizer NGOs haben ein Manifest verabschiedet, in dem sie sich verpflichten, sich an lokalen Bedürfnissen auszurichten. Comundo gehört zu den mitunterzeichnenden NGOs, denn dieses Prinzip leben wir seit längerem.

Es sind insbesondere unsere Partnerorganisationen, die uns ihre Bedürfnisse bzw. die Bedürfnisse der lokalen Bevölkerung vermitteln. Zusammen mit ihnen sucht Comundo nach den richtigen Instrumenten für nachhaltige Verbesserungen der Lebenssituationen vor Ort. Dies kann die gezielte Finanzierung eines Projektes, die Entsendung einer Fachperson oder die Vernetzung mit anderen Organisationen sein. Immer mit dem Blick auf lokale Selbstbestimmung; denn diese sorgt nicht nur für mehr Wirkung, sondern stärkt auch die Widerstandsfähigkeit von Gemeinschaften, insbesondere vor dem Hintergrund der zunehmenden globalen Herausforderungen.

Was selbstverständlich klingt, trifft dennoch auf viele Stolpersteine. Beispielsweise bei rigiden Vorgaben von Geldgebern, welche verhindern können, dass die Unterstützung lokaler Partner flexibel und effizient gestaltet werden kann. Deshalb ist dieses Manifest sowohl ein Leitfaden für die Arbeitsweise der Schweizer NGOs als auch ein Aufruf an die Geldgeber, ihre Rahmenbedingungen so auszugestalten, dass eine lokal verankerte Zusammenarbeit möglich ist. 

Gleichzeitig ist das Manifest auch eine Antwort auf das Erstarken autoritärer Kräfte, welche Menschenrechte gezielt untergraben, zivilgesellschaftliche Handlungsspielräume einschränken und den Multilateralismus in seinem Fundament schwächen. 

Deshalb braucht es ein Zusammenstehen von lokalen Akteur/-innen, Schweizer NGOs, Regierungen, Geldgebern, dem Privatsektor und der Wissenschaft, um gemeinsam eine gerechtere Welt zu schaffen.

Ein Manifest zur internationalen Zusammenarbeit

Lokal verankert. Global vernetzt. (2-seitiges PDF)