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11. Dezember 2026
Stattkino Luzern

17. Comundo Filmtage Menschenrechte

In der Woche vom 10. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschenrechte, veranstaltet Comundo zum 17. Mal die Filmtage Menschenrechte. Vier ausgewählte Filme zeigen Menschen, die unter schwierigen Bedingungen für ihre Rechte und ein würdiges Leben kämpfen. Ihre Geschichten berühren zutiefst und zeugen von Mut, Kraft und unerschütterlichem Lebenswillen. Im Anschluss an die Vorführungen werden die Filminhalte bei Podiumsgesprächen mit Fachpersonen vertieft.

17. Comundo Filmtage Menschenrechte – FR 11. & SA 12. Dezember 2026

Hauptprogramm Filmtage Menschenrechte – Stattkino Luzern


Freitag, 11. Dezember 2026

18.30 Uhr | Spielfilm

«CONGO BOY» mit anschliessendem Filmgespräch
(Regie: Rafiki Fariala | Zentralafrikanische Republik, Frankreich, Kongo, Italien | 2026 | 91 Minuten | Odf)

Filmausschnitt "Congo Boy"

Der 17-jährige Robert träumt in Bangui von einer Musikkarriere. Doch seine Eltern, ursprünglich aus der DR Kongo geflüchtet, sitzen im Gefängnis. Der Rapper muss sich allein um seine vier jüngeren Geschwister kümmern, jongliert zwischen Gelegenheitsjobs und Abiturvorbereitung, während er den Milizen ausweicht, die in der Stadt Unruhe verbreiten. Eines Tages erfährt er von einem Musikwettbewerb – der Sieg wird zu seiner einzigen Hoffnung. Mit entwaffnender Ehrlichkeit und einer Dramaturgie, die nur das Leben schreiben kann, gelingt Rafiki Fariala in seinem in Cannes preisgekrönten Spielfilmdebüt eine Sensation.

Anschliessend Filmgespräch mit Gästen (Gesprächsgäste noch offen) | Moderation: Daniel Roduner, Geschäftsleiter Comundo

 

Samstag, 12. Dezember 2026

13.30 Uhr | Dokumentarfilm

«MATERIA PRIMA» mit anschliessendem Filmgespräch
(Regie: Jens Schanze | Deutschland | 2026 | 89 Minuten | Od)

Filmausschnitt "Materia Prima"

Unter den bolivianischen Anden liegt ein begehrter Rohstoff: Lithium. Europa braucht ihn für seine Automobilindustrie, während Bolivien darin eine Chance sieht, die Armut im Land zu überwinden. Doch welche Folgen hat der Abbau für die Menschen vor Ort? Materia Prima blickt hinter die Kulissen der Verhandlungen zwischen europäischen Unternehmen, EU-Diplomaten und der bolivianischen Regierung und begleitet zugleich Menschen, die von der geplanten Industrialisierung unmittelbar betroffen sind. Der poetische Dokumentarfilm erzählt von unterschiedlichen Interessen, gesellschaftlichem Widerstand und der grundlegenden Frage, wem der Reichtum eines Landes gehört.

Anschliessend Filmgespräch mit Regisseur Jens Schanze | Moderation:  Corinne Sala, Leiterin Bereich International, Comundo

 

16.30 Uhr | Spielfilm

«LA HIJA CÓNDOR» mit anschliessendem Filmgespräch 
(Regie: Álvaro Olmos Torrico | Bolivien | 2025 | 103 Minuten | Odf )

Filmausschnitt "La hija cóndor"

Hoch oben in den majestätischen Anden wächst Clara in einer indigenen Gemeinschaft auf und begleitet ihre Ziehmutter zu Hausgeburten. Mit ihrer schönen Stimme und rituellen Gesängen hilft sie, neues Leben auf die Welt zu bringen. Während sie tief in den Ritualen verwurzelt ist, spürt sie zugleich die Sehnsucht nach einem Leben in der Stadt. Als Ärzt:innen das alte Wissen zunehmend in Frage stellen und für Geburten in neuen Kliniken werben, gerät Clara in einen Zwiespalt. In überwältigenden Tableaus erzählt Olmos Torrico von Tradition, Identität und dem Mut, der eigenen Stimme zu folgen.

Anschliessend Filmgespräch mit Gästen: (Gesprächsgäste noch offen) | Moderation:  Paul Mathis, Programmverantwortlicher Bolivien und Peru, Comundo

 
19.30 Uhr | Spielfilm

«LOST LAND» mit anschliessendem Filmgespräch
(Regie: Akio Fujimoto | Japan, Frankreich, Malaysia, Deutschland | 2025 | 99 Minuten | Odf) 

Filmausschnitt "Lost land"

Der vierjährige Shafi und seine neunjährige Schwester Somira leben in einem Rohingya-Flüchtlingslager in Bangladesch, getrennt von Teilen ihrer Familie. Gemeinsam mit einer Gruppe weiterer Rohingya wagen sie die gefährliche Reise nach Malaysia, in der Hoffnung auf ein Wiedersehen mit ihren Angehörigen. Auf dem Weg in eine ungewisse Zukunft gibt ihnen vor allem ihr Zusammenhalt Kraft. Lost Land erzählt aus der Perspektive zweier Kinder von Flucht, Heimatlosigkeit und der Hoffnung, als Familie wieder zusammenzufinden.

Anschliessend Filmgespräch mit Gästen  (Gesprächsgäste noch offen)  |  Moderation: Andrea Wynistorf, Programmverantwortliche Kenia und Sambia, Comundo

Veranstaltungsort

stattkino Luzern
Löwenplatz 11
im Bourbaki-Panorama (UG)
Löwenplatz 11
Luzern


Tel. 041 410 30 60
info@stattkino.ch

Eintritt

Einzelticket 18.- / 15.- (reduzierter Preis)
Kassenöffnung jeweils 30 min. vor der Vorführung.
 

Eine Reservation wird empfohlen
(Tel. 041 410 30 60 
oder info@stattkino.ch).

 

Filmprogramm (PDF)