Ein Einkommen für Frauen dank Start-ups

Der Norden Nicaraguas ist stark vom Klimawandel betroffen. Umso wichtiger ist, dass die Bevölkerung alternative Lösungen für die Landwirtschaft findet. Mirko Pichierri fördert die Entwicklung innovativer Sozialunternehmen im Agrarsektor, die von benachteiligten Frauen in ländlichen Gebieten geführt werden.

Mirko Pichierri und Diana Isabel Alfaro arbeiten an der eigens entwickelten Schneidemaschine, dank derer die Monatsproduktion von 10‘000 auf 45‘000 Bonbons gesteigert wurde. © COMUNDO

«Ich wurde psychisch und körperlich misshandelt. Mein Selbstwertgefühl war am Boden. Ich hing von meinem Mann ab. Ich glaubte, wenn ich ihn verlasse, könnte ich die Kinder nicht ernähren», schildert Diana Isabel Alfaro ihre Situation. «Dank des Trainings weiss ich jetzt, dass ich mein Leben verändern kann. Dass jeder es kann.»
 
Folgen des Klimawandels
Diana Isabel Alfaro lebt in einem vom Klimawandel besonders stark betroffenen Gebiet, wo es dringend notwendig ist, Einkommensalternativen zur Landwirtschaft zu finden. Vor allem für diejenigen, die wie sie eine Familie versorgen müssen: «Früher musste ich mich um das Haus und die Kinder kümmern. Ab und zu habe ich für andere Leute gewaschen oder gebügelt, aber ich habe sehr wenig verdient», sagt sie.

Neben anderen Frauen wurde sie für die Ausbildung zur Gründung von kleinen Sozialunternehmen ausgewählt, die nachhaltig Lebensmittel und Kosmetika produzieren. Die Ausbildung ist Teil eines Pilotprojekts, das von der COMUNDO-Fachperson Mirko Pichierri unterstützt wird.
 
Innovatives Unternehmertum
Der Chemiker, Produktionsleiter und Verfahrenstechniker Mirko Pichierri fördert seit Februar 2017 eine Initiative, die die Verarbeitung landwirtschaftlicher Produkte, ihre Qualität und Nachhaltigkeit direkt vor Ort verbessert. Die von Mirko Pichierri geförderte Ausbildung ist dank einer Allianz zwischen NGOs, Genossenschaften, Universitäten und öffentlichen Einrichtungen möglich.
«Nach nur vier Monaten Ausbildung haben diese Frauen gelernt, in Gruppen zu arbeiten, Industriemaschinen zu bedienen und ihre Produkte zu vermarkten», erklärt Mirko Pichierri. «So wurden zwei Sozialunternehmen gegründet, das eine produziert und verkauft Süssigkeiten und kandiertes Obst, das andere Brot.»
 
Entwicklung ländlicher Gebiete
Heute arbeitet Diana Isabel Alfaro als Koordinatorin im kleinen Unternehmen «Dulces somos», sie überprüft die Gesundheits- und Hygienevorschriften. Einige der Süssigkeiten haben durch den Zusatz von Hämoglobinpulver einen hohen Nährwert. Damit wird die Blutarmut bekämpft, wovon in ländlichen Gebieten 35% der Bevölkerung betroffen sind – mit Folgen für die körperliche und geistige Entwicklung.

Für Diana Isabel Alfaro war die Ausbildung ein Meilenstein in ihrem Leben: «Heute habe ich einen sicheren Arbeitsplatz, ein festes Gehalt und treffe meine eigenen Entscheidungen. Das Training hat mich sehr gestärkt und mich konkrete Werkzeuge, Marketing- und Arbeitstechniken gelehrt.»
 

Wir freuen uns, wenn Sie das Projekt von Mirko Pichierri und damit benachteiligte Frauen in Nicaragua unterstützen möchten. Vielen Dank für Ihre Spende!

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