Demnächst: COMUNDO Filmtage Menschenrechte

Rund um den internationalen Tag der Menschenrechte am 10. Dezember laden die «COMUNDO Filmtage Menschenrechte» Schüler/innen und das breite Publikum zum Nachdenken über globale Gerechtigkeit ein. Ausgewählte Filme zeigen das Engagement von Menschen auf, die sich mutig für ihre und die Rechte anderer einsetzen.

Szene aus dem Film «Rafiki»: In Kenia kann die Liebe zwischen zwei Frauen schwerwiegende Konsequenzen für sie haben.

Geflüchtete Menschen, die in einem Flughafengebäude monatelang auf eine sichere Zukunft hoffen. Frauen, die ihre gemeinsame Liebesbeziehung verstecken müssen, um nicht eingesperrt zu werden. Konzerne, die ihre Verantwortung für Mensch und Umwelt nicht wahrnehmen und ein U17-Frauenteam, das an der ersten Fussballweltmeisterschaft in einem arabischen Land teilnimmt –  Themen wie diese erwarten die Besucher/innen vom 10.-14. Dezember im stattkino Luzern anlässlich der 10. Durchführung der «COMUNDO Filmtage Menschenrechte».

Skrupellose Rohstoffhändler
 «In unserer globalisierten Welt sind wir über die Grenzen von Ländern und Kontinenten hinweg miteinander verbunden», sagt Tom Giger, Projektleiter der Filmtage. «Deshalb tragen wir z.B. als Konsumierende Verantwortung für Ungerechtigkeiten, auch wenn sie Menschen in fernen Ländern betreffen.» Dies wolle COMUNDO mit den Filmtagen aufzeigen, etwa mit dem Film «Trading Paradise» des Schweizer Dokumentarfilmers Daniel Schweizer.

Szene aus dem Film «Trading Paradise»

Der Film beleuchtet die skrupellosen Praktiken der internationalen Rohstoffhändler. Ein Thema, das uns in der Schweiz beschäftigen muss, denn ein grosser Teil des weltweiten Handels wird von Unternehmen mit Sitz in Zug oder Genf gesteuert. Sie sind dafür bekannt, intransparent zu arbeiten, wenig Steuern zu bezahlen und Menschenrechte sowie lokale Umweltvorschriften in den Abbauländern zu missachten. COMUNDO und viele weitere NGOs haben gemeinsam die Konzernverantwortungsinitiative lanciert und fordern, dass international tätige Firmen endlich mehr Verantwortung übernehmen müssen.

Schulfilmprogramm: Andere Realitäten verstehen lernen
Da die Sensibilisierung bei einem jugendlichen Publikum besonders wertvoll ist, steht auch im 2019 das Schulfilmprogramm für Oberstufen- und Berufsschulklassen im Mittelpunkt. Zum Programm gehören neben den Filmen auch Podiumsgespräche mit Fachleuten und Betroffenen, welche die Inhalte vertiefen. Die Schüler/innen können sich aktiv einbringen, Fragen stellen und mitdiskutieren. «Das Ziel ist erreicht, wenn die Jugendlichen nach den Filmen sensibilisiert sind für die Probleme in ärmeren Ländern, über die eigenen Wertvorstellungen nachdenken und weniger Vorurteile haben gegenüber Menschen aus anderen Kulturen», so Tom Giger. Das Medium Film eigne sich sehr gut, um die Realität fremder Orte abzubilden und die Beweggründe anderer Menschen besser verstehen zu lernen, z.B. weshalb viele keinen anderen Ausweg sehen als die Flucht nach Europa.


Gut besuchtes stattkino Luzern während der «COMUNDO Filmtage Menschenrechte 2018».

Gefährliches Engagement
Das Hauptprogramm wird am Dienstag, 10. Dezember um 19 Uhr mit «Camille» eröffnet. Der Spielfilm, der als Luzerner Premiere gezeigt wird, gibt Einblick in das Leben der Fotografin und Journalistin Camille Lepage, die ihren unerschrockenen Einsatz in der Zentralafrikanischen Republik mit dem Leben bezahlen musste. Am Samstag, 14. Dezember sind gleich drei spannende Dokumentarfilme zu sehen: «Isis, Tomorrow. The Lost Souls of Mosul» erzählt von den unzähligen Kindern in Mosul, die vom Islamischen Staat (IS) während der Besetzung zum Töten ausgebildet wurden. Heute leben sie Seite an Seite mit den Opfern des Krieges in Flüchtlingslagern rund um die zerstörte Stadt. «Midnight Traveler» dokumentiert die mehrjährige Reise einer afghanischen Flüchtlingsfamilie ins ferne Europa. Im Film «Midnight Family» ist eine ungewöhnliche Familie in der Mega-Metropole Mexiko-Stadt für Notfälle im Einsatz.


COMUNDO Filmtage Menschenrechte
stattkino Luzern
10. bis 14. Dezember 2019

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