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Für Kinderrechte in Nicaragua im Einsatz

Viele Kinder und Jugendliche in Nicaragua sind von Gewalt und Armut betroffen. Im Kinderrechtsprojekt, das von der Comundo-Fachperson und Sozialanthropologin Madeleine Colbert unterstützt wird, helfen sich Kinder gegenseitig. Selbstbewusst treten sie für ihre Anliegen und eine bessere Zukunft ein.

Francela Rostran (oben im Bild links) nimmt am Bastelworkshop im Miniclub auf dem Zentralmarkt in Jinotega teil – eine kleine Stadt im Norden Nicaraguas. Durch das freie Malen kann die 14-Jährige ihren Gefühlen Ausdruck geben und sich mit anderen darüber austauschen. Francela ist neugierig und voller Tatendrang: Gewalt, Armut und Konflikte in der Familie sind für einmal weit entfernt.

Gemeinschaft erleben und voneinander lernen

Francelas Eltern verkaufen auf dem Markt ihre Ware. Das Geschäft ist hart, die Einnahmen sind wegen der Krise, die in Nicaragua herrscht, eingebrochen. Francela ist während der langen Arbeitstage auf sich alleine gestellt. Sie ist dankbar, dass es den Miniclub gibt: «Hier bin ich Teil einer Gemeinschaft und erfahre jeden Tag Neues über Themen, die mich beschäftigen, wie meine Rechte, Gesundheit, Respekt oder Sexualität. Wir lernen zudem, wie wir uns vor Gewalt schützen und Übergriffe abwenden können.»
 

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Gegen Gewalt an Kindern

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Gewalt gegen Kinder und Jugendliche ist in den Armenvierteln Jinotegas leider weit verbreitet. Zudem müssen viele Kinder mit nicht einmal 10 Jahren schon anfangen zu arbeiten und so zum Lebensunterhalt ihrer Familie beitragen. Trotz dieser grossen Verantwortung erhalten Kinder in Familie und Gesellschaft nur wenig Mitspracherechte.

Radio als Sprachrohr

Der Miniclub ist Teil des Kinderrechtsprojekts der Comundo-Partnerorganisation «Tuktan Sirpi», für das sich die Sozialanthropologin Madeleine Colbert einsetzt. Es fördert jährlich rund 1200 Kinder in ihrer persönlichen Entwicklung und ermutigt sie, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Für den eigenen Radiokanal produzieren Kinder und Jugendliche selbst eine Sendung, in der sie über ihre Rechte und Anliegen informieren. «Wenn die Kinder erstmals mit uns in Kontakt kommen, sind sie oft scheu und ängstlich», berichtet der 20-jährige Kaleth Zelaya, der die Kinder im Miniclub unterrichtet, «doch durch die Unterstützung von uns Älteren lernen sie schnell, selbstbewusst aufzutreten und können sogar vor der Kamera sicher sprechen.»

Kaleth ist seit 14 Jahren mit dem Kinderrechtsprojekt verbunden, als kleiner Junge besuchte er wie Francela den Miniclub. Heute engagiert er sich selbst als Promotor – wie die Kinder-Betreuer/innen genannt werden: «Wir gehen auf die Märkte, in die Schulen oder in die Quartiere – überall dorthin, wo wir Kinder und Jugendliche erreichen können», sagt er, «ich gebe den Jüngeren weiter, was ich gelernt habe. Gleichzeitig profitiere ich auch von ihnen. Der gegenseitige Austausch hilft uns, das eigene Leben aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. So sehen wir auf einmal neue Wege, um mit schwierigen Situationen besser fertig zu werden.»

Nachhaltigkeit sichern

Wegen der Krise ist die wirtschaftliche Situation von «Tuktan Sirpi» angespannt. Es gilt, neue Geldgeber zu finden, damit die wichtigen Aktivitäten weiterlaufen können. Dabei leistet Madeleine Colbert wertvolle Unterstützung: «Ich bin überzeugt, dass ich das Projekt mit meinem Einsatz nachhaltig stärken kann», sagt sie, «ich erlebe jeden Tag, wie Kinder Schritte in eine bessere, selbstbestimmte Zukunft gehen. Es ist schön, diese Entwicklung mitzuerleben und stärkt meine Zuversicht, dass das Projekt nachhaltige Veränderungen bewirkt.»

 


«Bitte setzen Sie sich mit uns für Kinder und Jugendliche in Not ein. Jede Spende ist wichtig. Herzlichen Dank.»

Corinne Sala, Comundo-Programmverantwortliche Nicaragua

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Mit Comundo vor Ort im Einsatz:

Madeleine Colbert

Sozialanthropologin aus Bern

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