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Zugang zu Gesundheitsberufen dank E-Learning

Eine zugängliche und bezahlbare Ausbildung ist in Kenia keine Selbstverständlichkeit. Insbesondere in ärmeren Regionen leiden Jugendliche unter schwierigen Bildungsbedingungen und verminderten Berufschancen. E-Learning-Plattformen, beispielsweise im Bereich der Gesundheitsausbildung, können dies ändern. 

Die Corona-Pandemie hat diese Problematik massiv verstärkt: Wer keinen Zugang zum Internet hat, hat kaum die Möglichkeit, ortsunabhängig zu arbeiten oder zu lernen. Doch was, wenn Internetzugang vorhanden ist, jedoch keine virtuellen Bildungsangebote bestehen? Bereits seit 2007 bietet die Kenya School for Integrated Medicine (KSIM) traditionellen Präsenzunterricht an. Doch das College befindet sich in einer kleinen Stadt, die nicht leicht zugänglich ist. Kwale County ist eine der ärmeren Regionen in Kenia und hat einige der schwierigsten sozioökonomischen Probleme. Hier stellt der Zugang zu Bildung für viele eine fundamentale Herausforderung dar; entweder aus Gründen fehlender finanzieller Mittel, fehlender Transportmöglichkeit (Verkehrsprobleme) oder schlichtweg wegen fehlenden Angeboten. 

Mit passenden E-Learning-Angeboten ergänzend zum Präsenzunterricht will die Kenya School for Integrated Medicine die Bildungsmöglichkeiten für viele Menschen stark verbessern. Aus entfernten Orten könnten Studierende teilnehmen oder auch solche mit schwierigen sozioökonomischen Hintergründen. Es kann eine grössere Anzahl Studenten gleichzeitig bedient werden oder auch Personen erreicht werden, die bereits berufstätig sind. 

Comundo unterstützt Kenya School for Integrated Medicine bei diesem steigenden und wichtigen Bedürfnis mit dem Einsatz von Michaela Verling. Die Gesundheitswissenschaftlerin entwickelt mit der Comundo-Partnerorganisation ein E-Learning-Konzept. Zudem begleitet sie die Schule beim Aufbau einer E-Learning-Plattform, geeigneter Schulungsmodule, digitalen Lehrmitteln und Richtlinien. Auch die Vernetzung mit anderen Institutionen in Kenia und im Ausland ist ein wichtiger Bestandteil, um zukünftig E-Learning-Methoden im kenianischen Bildungsprogramm fest zu integrieren. 

Unsere Partnerorganisation vor Ort

Die Kenya School for Integrated Medicine ist eine unabhängige Nichtregierungsorganisation, die 2007 gegründet wurde. Sie vermittelt in Lehrgängen übergreifendes gesundheitliches Wissen und tangiert so Bereiche wie Community Health, Psychologie aber auch Sozialarbeit, gesunde Ernährung oder Gartenanbau. Mit ihrem integrierten Ansatz will sie nicht nur eine neue Generation von Fachkräften im Gesundheitswesen ausbilden, sondern strebt auch ein erschwingliche und effektive Gesundheitsversorgung für alle Kenianer/-innen an. Unterdessen beschäftigt sie 30 Mitarbeitende und bildet jährlich rund 150 - 200 Studierende mit ihren Lehrgängen aus und weiter. Während es in Kwale County andere College-Optionen gibt, bieten nur wenige diese Kombination aus Gesundheits-, Sozial- und Ernährungsprogrammen an, die KSIM anbietet.

Ziele des Projekts

Durch die Arbeit von Michaela Verling erhalten zukünftig viel mehr Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, eine Aus- oder Weiterbildung im Gesundheitsbereich zu machen. Insbesondere Jugendliche aus ärmeren Verhältnissen steht so dank E-Learning eine neue Tür offen, was ihre Berufschancen beträchtlich erhöht. Zudem erhalten Lehrpersonen der Schule ein erweitertes Know-how in der Aufbereitung, Anwendung und Vermittlung von E-Learning-Angeboten; dies stärkt die gesamte Bildungseinrichtung, macht sie attraktiver und zukunftstauglich.

Fachperson

Michaela Verling
Gesundheitswissenschaftlerin

E-Mail

Eckdaten

01.09.2021 - 31.08.2022
Kwale County / Kenia
Bildung

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