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Stärkung der Rechte indigener Völker

Der Projektmanager David Fuchs engagiert sich in Lima, Peru, für die Rechte der indigenen Bevölkerung im Amazonasgebiet. Die Comundo-Partnerorganisation vor Ort bildet Führungskräfte indigener Organisationen aus, damit sie politische Lobbyarbeit wahrnehmen und sozio-ökologische Konflikte bewältigen können. David Fuchs stärkt sie im Projektmanagement.

Indigene Völker in Peru befinden sich im Spannungsfeld zwischen Bewahrer der Biodiversität und «Störfaktor» für das Wirtschaftsmodell. Peru beherbergt das zweitgrösste Amazonasgebiet, einen Lebensraum, in dem 51 indigene Völker mit rund 3.5 Millionen Menschen leben. Der Amazonas, von strategischer Bedeutung für das Klima und ein Megareservat der biologischen Vielfalt des Planeten, wird durch die Auswirkungen des Klimawandels bedroht. Darüber hinaus wird er durch das extraktive Wachstumsmodell bedroht, das der peruanische Staat seit 1993 anwendet. Dieses würde in letzter Konsequenz dazu führen, der indigenen Bevölkerung ihre Daseinsberechtigung abzusprechen und bringt verheerende Folgen für ihre Lebensräume mit sich. Fortschritte bei der Anerkennung von Rechten dank des Kampfes der indigenen Völker, wie z.B. das Recht auf vorherige Konsultation, werden durch Versäumnisse und Hemmnisse in ihrer Umsetzung beeinträchtigt. Dazu gehören etwa die mangelnde Bereitschaft des Staates zum politischen Dialog, aber auch Schwächen in den Fähigkeiten der indigenen Organisationen.

Partnerorganisation vor Ort
Das Centro Amazónico de Antropología y Aplicación Prática (CAAAP) / deutsch: Amazonisches Zentrum für Anthropologie und praktische Anwendung (CAAAP) engagiert sich für die Anerkennung der indigenen Völker und einer nationalen kulturellen Vielfalt. Seit 1976 gründet das CAAAP seine Arbeit auf die Stärkung der Rolle der indigenen Völker aus interkultureller und menschenrechtlicher Sicht unter Berücksichtigung der jeweiligen historischen Gegebenheiten des Landes. Es berät und begleitet indigene Organisationen in Verhandlungsprozessen mit dem Staat und in der Wahrung ihrer Rechte angesichts der Auswirkungen von Rohstoffgewinnung und Megaprojekten. CAAAP bildet Führungskräfte indigener Organisationen in politischer Lobbyarbeit aus. Dadurch bestimmen sie die Umweltpolitik mit und begünstigen die indigene staatliche Regierungsfähigkeit, auch eingebunden in die Zusammenarbeit mit anderen nationalen und internationalen Akteuren.

Ziele des Einsatzes
Führungskräfte indigener Organisationen sind in der Lage, Vorschläge für die Anerkennung und Verteidigung ihres Territoriums und ihrer eigenen Institutionen auf regionale und nationale öffentliche Agenden zu setzen. Indigene Organisationen erreichen die Anerkennung ihrer kollektiven Rechte, in Abgrenzung zu den sozialen und ökologischen Auswirkungen von Rohstoffförderung und staatlichen Mega-Projekten. Indigene Organisationen wenden – basierend auf dem eigenen Wissen und der eigenen Weltanschauung – Strategien zur Minderung des Klimawandels bzw. der Anpassung an diesen sowie die Kontrolle ihrer Lebensräume an. Die von CAAAP durchgeführten Programme zur Förderung der Rechte der indigenen Völker des Amazonas werden wirkungsvoll umgesetzt und weitergeführt.

Fachperson

David Fuchs
Projektmanager

E-Mail

01.09.2019 - 31.08.2022
Lima / Peru
Menschenrechte und Demokratie

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