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Schutz für Jugendliche und Frauen vor Gewalt

Gewalt gegen Frauen und Mädchen sowie Zwangsprostitution und Menschenhandel sind in Bolivien weit verbreitet. Um Opfer besser zu schützen, braucht es eine abgestimmte Zusammenarbeit zwischen der Polizei, Frauenhäusern, Schulen und Dorfgemeinschaften sowie gut ausgebildetes Personal. Dafür setzt sich die Sozialarbeiterin Maria Elena Sartorio ein.

In Bolivien werden Frauen, Kinder und Jugendliche besonders häufig Opfer von sexuellen Übergriffen, Kindesmissbrauch, Zwangsmigration und Menschenhandel. Das Land gehört zu den Ländern mit den höchsten Frauenmordraten und Teenagerschwangerschaften infolge von Vergewaltigungen. Patriarchale Strukturen, die extreme Armut in ländlichen Gebieten sowie fehlende Sensibilisierung tragen dazu bei, dass die Zahl der Gewaltfälle weiter ansteigt. Dazu kommt, dass Betroffene oft nicht ausreichend über ihre Rechte informiert sind und entsprechend schlechten Zugang zu Rechtsberatung und/oder öffentlichen Anlaufstellen haben, die ihnen Schutz und Unterstützung bieten könnten. 

Hier setzen Infante und unsere Fachperson Maria Elena Sartorio in verschiedenen Gemeinden von Cochabamba, La Paz und Santa Cruz an: Sie verbessern die Gewaltprävention und Opferbetreuung, indem sie das Personal offizieller Anlaufstellen wie Polizei, Gerichten, Staatsanwaltschaft und Frauenhäuser mit Hilfe einer Online-Plattform weiterbilden und für die Bedürfnisse von Betroffenen sensibilisieren. So können die Mitarbeitenden Notsituationen besser erkennen und angemessen darauf reagieren. Maria Elena Sartorio Dominguez unterstützt Infante bei der Ausarbeitung von Ausbildungsmodulen sowie der Entwicklung von Monitoring- und Evaluationsinstrumenten, um die Wirkung der Angebote laufend zu verbessern. Zudem setzt sie sich für eine koordinierte Zusammenarbeit zwischen offiziellen Stellen und anderen wichtigen Akteuren wie Schulen und Dorfgemeinschaften ein. So können die Gewaltprävention und die Stärkung gefährdeter Kinder, Jugendlicher und Frauen ganzheitlich und damit umso wirkungsvoller angegangen werden. 

Unsere Partnerorganisation vor Ort

Infante (Promoción Integral de la Mujer y la Infancia) wurde 1988 mit dem Ziel gegründet, die Betreuung elternloser Kinder sicherzustellen, insbesondere mit Hilfe eines Pflegefamilien- und Inlandadoptionsprogrammes. Mit der Zeit wurden die Strategie angepasst und die Programme stärker auf die Wurzeln des Problems ausgerichtet, nämlich die Vorbeugung innerfamiliärer Gewalt, unter anderem mit Hilfe von Sensibilisierungskampagnen und organisierter Kindergruppen. Infante baute das erste Frauenhaus Boliviens auf und war federführend bei der Entwicklung von Therapieangeboten für Gewalttäter beteiligt. Sowohl die Frauenhäuser mit ihren ganzheitlichen Therapieangeboten wie auch das eigene Pflege- und Adoptionsfamilienmodell sind heute feste Bestandteile der offiziellen Sozialpolitik Boliviens.

Ziele des Einsatzes

Gewaltbetroffene Kinder, Frauen und Jugendliche werden zeitnah und ganzheitlich betreut. Dies dank der Beteiligung und effizienten Zusammenarbeit von Polizei, Justiz, Lokal- und Regionalregierung sowie sozialen Diensten. Die von Maria Elena Sartorio mitentwickelten Ausbildungsmodule sowie Monitoring- und Evaluationsinstrumente tragen dazu bei, die Betreuung gewaltbetroffener Kinder, Jugendlicher und Frauen zu verbessern und die Angebote laufend besser auf deren Bedürfnisse auszurichten. Zudem besteht ein umfassendes Therapieangebot mit Beratungsstellen und rechtlicher Unterstützung, das Gewaltopfer bei der Wahrnehmung ihrer Rechte unterstützt und ihnen die Rückkehr in ein eigenständiges Leben ermöglicht.

Fachperson

Maria Elena Sartorio Dominguez
Sozialarbeiterin

E-Mail

Eckdaten

01.07.2022 - 30.06.2025
Cochabamba / Bolivien
Menschenrechte und Demokratie

Vielen Dank!

«Dank Ihrer Spende können wir Kinder, Jugendliche und Frauen in Bolivien besser vor Gewalt schützen.» Maria Elena Sartorio Dominguez

Projekte in Bolivien