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Mitbestimmungsrechte im Bergbau stärken

Viele ländliche Gemeinschaften in Peru leiden unter den Folgen des Rohstoffabbaus und mangelndem Einbezug in die Entwicklung ihres Lebensraums. Die Umweltwissenschaftlerin Sarah Günther unterstützt sie dabei, dank mehr Wissen in umwelttechnischen Bereichen Einfluss auf die Planung von Bergbauprojekten zu nehmen. 

Der Rohstoffabbau in Peru wächst ungebremst und hat teils verheerende Auswirkungen auf die Umwelt und die Gesundheit von Menschen. Trotzdem werden die Aktivitäten von Konzernen kaum kontrolliert. Einerseits weil den Behörden dafür die Ressourcen fehlen, andererseits weil die Rohstoffförderung als wichtiger Antrieb für das Wirtschaftswachstum angesehen wird. So werden die zulässigen Grenzwerte für Schadstoffe vielerorts stark überschritten und Umweltschäden kaum jemals saniert. Die Folgen sind Schwermetallvergiftungen, zerstörte Lebensgrundlagen, Konflikte und eine allgemeine Verschlechterung der Ernährungssituation. Im Zuge der Coronapandemie verschärften sich die Probleme zusätzlich, weil die Regierung noch stärker auf den Rohstoffsektor setzt. 

Red Muqui und Comundo-Fachperson Sarah Günther verteidigen die Rechte der vom Bergbau betroffenen ländlichen, oft indigenen Gemeinschaften. Als Umweltwissenschaftlerin lässt Sarah Günther wichtiges Know-how in die Tätigkeiten unserer Partnerorganisation einfliessen. Sie organisiert unter anderem Workshops und berät Arbeitsgruppen in den Bereichen Ökotoxikologie, Wassermanagement, partizipatives Umweltmonitoring und Bewältigung sozio-ökologischer Konflikte. Gemeinsam werden die Umweltfolgen von Bergbauprojekten überwacht und bei geplanten neuen Projekten die Umweltverträglichkeit geprüft. So können sich betroffene Gemeinschaften in die Planung und Umsetzung von Bergbauprojekten einbringen sowie frühzeitig soziale und ökologische Standards einfordern. Umwelttechnische Grundlagen tragen wesentlich dazu bei, Vorschläge und Forderungen an Politik und Gesellschaft zu bekräftigen, insbesondere auch in Bezug auf die Folgen der Bergbautätigkeiten für Kinder.

Unsere Partnerorganisation vor Ort

Red Muqui ist ein Zusammenschluss aus 29 peruanischen Organisationen, die sich gemeinsam für eine nachhaltige Entwicklung, Umweltschutz und die Rechte der vom Bergbau betroffenen Bevölkerung einsetzen. Das Netzwerk wurde im Oktober 2003 auf Initiative der Bischöflichen Kommission für soziale Aktion (Comisión Episcopal de Acción Social, CEAS) gegründet. Es unterstützt die Mitgliedsorganisationen und die betroffene Bevölkerung bei der Bewältigung von Umweltkonflikten und der politischen Einflussnahme, um den Schutz der Umwelt und die Einhaltung der Menschenrechte einzufordern. 

Ziele des Projekts

Red Muqui und seine Mitgliedsorganisationen sind gestärkt und haben ihre Kompetenzen in den Bereichen Umweltmonitoring, Raumplanung und Konfliktmanagement erweitert. Indigene Gemeinschaften in Bergbauregionen verfügen über das Rüstzeug und die Wissengrundlagen, um sich aktiv für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung ihres Lebensraums einzusetzen. Das übergeordnete Ziel ist eine neue, sozial und ökologisch anerkannte Form des Bergbaus, welche auf der Achtung der Grundrechte, Umweltschutz und auf nachhaltiger Entwicklung basiert.

Fachperson

Sarah Günther
Umweltwissenschaftlerin

E-Mail

Eckdaten

01.08.2021 - 31.07.2024
Lima / Peru
Menschenrechte und Demokratie

Danke für Ihre Unterstützung!

Ihre Spende ermöglicht den Einsatz von Sarah Günther zugunsten eines nachhaltigen Bergbaus in Peru.

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