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29.01.2021

Neue Comundo-Fachleute im Kampf gegen Armut

13 Berufsleute aus der Schweiz und Deutschland starten mit dem neuen Jahr ihre Einsätze in der Personellen Entwicklungszusammenarbeit – unter ihnen der Projektmanager Jan Suter und die Betriebsingenieurin Katharina Strahl. Im Videoportrait verraten uns die beiden ihre Ziele, Wünsche und Befürchtungen kurz vor ihrer Ausreise.

Mit dem Start ins neue Jahr verwirklichen sieben Frauen und sechs Männer ihren Lebenstraum; sie starten in eine neue Herausforderung im Kampf gegen Armut in Afrika und Lateinamerika. Als gut qualifizierte Berufsleute aus der Schweiz und Deutschland leisten sie für die kommenden ein bis drei Jahre einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Lebensbedingungen von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien in den Comundo-Einsatzländern Nicaragua, Peru, Kenia und Namibia. 

Unsere neuen Fachleute unterstützen und stärken mit ihrem Fachwissen Comundo-Partnerorganisationen vor Ort u.a. im Kampf gegen den Klimawandel und für eine gesicherte Ernährung (Nicaragua/Peru) oder für eine bessere Schul- und Berufsbildung (Namibia/Kenia); unzählige betroffene Menschen erhalten so eine Chance auf bessere Lebensbedingungen und weniger Armut. 

Comundo ist stolz, insbesondere in der aktuellen Krisensituation, Spezialistinnen und Spezialisten mit dringend benötigtem Fachwissen in armutsbetroffene Regionen vermitteln zu können. «Die globale Krise trifft unsere Einsatzländer im Süden ein Vielfaches härter als die Schweiz. Darum ist in der jetzigen Situation unsere Unterstützung wichtiger denn je», erklärt Erik Keller, Geschäftsleiter von Comundo.

Hoch motiviert mit Befürchtungen 

Warum entscheiden sich Berufsleute in der aktuellen Krise freiwillig, ihre Komfortzone zu verlassen und ungewissen Herausforderungen entgegenzutreten? Was treibt sie an und welches sind ihre Befürchtungen? Exemplarisch verraten uns Projektmanager Jan Suter aus Basel und Betriebsingenieurin Katharina Strahl aus Knonau im Videoportrait ihre ganz persönlichen Gedanken vor ihrem Einsatzstart.

«Bauernfamilien im Kampf gegen den Klimawandel stärken» – Einsatz von Jan Suter  

«Ich möchte einen Beitrag zu besseren Lebensbedingungen leisten in einem Gebiet, wo es den Leuten nicht so gut geht wie bei uns in der Schweiz.»

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«Ein besseres Einkommen dank nachhaltigen Produkten» – Junior-Einsatz von Katharina Strahl

«Für mich ist es sehr wichtig, mein erworbenes Wissen nun nach meinem Studium gewinnbringend im Kampf gegen Armut einzusetzen und so auch Berufserfahrungen in der internationalen Zusammenarbeit sammeln zu können.»

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Alle neuen Fachleute im Überblick

 

Katharina Strahl (23), Wirtschaftsingenieurin/ Produktentwicklerin aus Knonau

  • Einsatzland: Kenia
  • Projekt: Mehr Einkommen mit natürlichen Produkten
  • Ziel: Nachhaltige Produkte und entsprechende Trainings ermöglichen eine sichere/gesünderen Umwelt und weniger Armut.

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Diana Ombelli (50), IT-Projektmanagerin aus Camignolo

  • Einsatzland: Kenia
  • Projekt: E-Learning stärkt Ausbildung im Bereich Gesundheit
  • Ziel: Dem grossen Mangel an Gesundheitspersonal wird mit der Verbesserung einer digitalen Learning-Plattform entgegengewirkt.

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Horst Hühnlein (61), Kfz.-Elektrikermeister aus Köln

  • Einsatzland: Kenia
  • Projekt: Technische Berufsbildung mit Zukunft
  • Ziel: Eine verbesserte Ausbildung an technischen Berufsschulen erhöht die Berufschancen und Zukunftsperspektiven von Jugendlichen.

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Nicole Koller (34), Sekundarlehrerin / Heilpädagogin aus Zürich

  • Einsatzland: Namibia
  • Projekt: Bessere Bildungsqualität für alle
  • Ziel: Bessere Integration von lernschwachen Schüler/-innen im regulären Unterricht und in der Berufsgrundschule.

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Beate Etzel (55), IT-Systemkauffrau aus Bad Friedrichshall

  • Einsatzland: Namibia
  • Projekt: Mehr Lernerfolg dank digitaler Bildung
  • Ziel: Schülerinnen, Schüler aber auch Lehrpersonen haben dank erhöhten digitalen Kenntnissen einen bessere Zugang zu Bildung.

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Michèle Stebler (32), Sozialarbeiterin aus Basel

  • Einsatzland: Peru
  • Projekt: Lobbying für die Rechte der Amazonasvölker
  • Ziel: Der Zerstörung des Amazonasgebiets und der Lebensgrundlage der darin lebenden bedrohten Völker entgegenwirken.

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Corinne Gerber (33), Kommunikationsspezialistin aus Bern

  • Einsatzland: Peru
  • Projekt: Mehr Mitbestimmung für ländliche Bevölkerung
  • Ziel: Die andine Bevölkerung Perus erhält bessere Lebensbedingungen und mehr Selbstbstimmung.

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Fabian Simeon (45), Politologe aus Reckingen

  • Einsatzland: Peru
  • Projekt: Mit traditionellem Wissen gegen den Klimawandel
  • Ziel: Konkrete Ausbildungen und Projekte sollen durch den Klimawandel verursachte Probleme vor Ort gezielt angehen und zukünftigen Generationen eine bessere Anpassung an die Veränderungen ermöglichen.

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Jan Suter (57), Projektmanager/NPO-Management-Experte aus Basel

  • Einsatzland: Nicaragua
  • Projekt: Bauernfamilien gestärkt gegen den Klimawandel
  • Ziel: Entwicklung und Durchführung von familiären und lokalen Entwicklungsprojekten bei ländlichen Gemeinschaften mit dem Ziel, Armut zu reduzieren.

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Isabelle Räber (57), Sozialarbeiterin aus Fribourg

  • Einsatzland: Nicaragua
  • Projekt: Mit Unternehmergeist das Überleben sichern
  • Ziel: Bessere Einkommenssicherheit und Ernährung von Bauernfamilien und wirtschaftliche Perspektiven für Jugendliche.

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Pius Odermatt (59), Dipl. Agraringenieur ETH aus Fribourg

  • Einsatzland: Nicaragua
  • Projekt: Vielfalt in der Landwirtschaft sichert Ernährung
  • Ziel: Diversifizierte, ökologisch nachhaltigere Anbaumethoden sichern die Ernährung im Kampf gegen den Klimawandel.

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Thomas Heusser (30), Anthropologe aus Mendrisio

  • Einsatzland: Nicaragua
  • Projekt: Familien gezielt unterstützen dank Monitoring
  • Ziel: Bessere Unterstützung und Ernähung von armutsbetroffenen Familien dank einer instituationalisierten Datenverwaltung.

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Jacopo Schürch (30), Geograph aus Breganzona

  • Einsatzland: Nicaragua
  • Projekt: Dem Klimawandel mit Forschung begegnen
  • Ziel: Verbesserte Anpassung an den Klimawandel und eine gesicherte Ernährung dank nachhaltiger Innovation und Technologie für betroffene Gemeinschaften.

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