7. Ausgabe der «FilmTage Luzern: Menschenrechte»

Am Montag, 5. Dezember 2016 beginnen im stattkino Luzern die «FilmTage Luzern: Menschenrechte». Sie dauern bis Samstag, 10. Dezember und greifen vielfältige Menschenrechtsthemen auf. Einer der drei brandneuen Filme, die im Rahmen des Hauptprogramms zu sehen sind, steht in direktem Zusammenhang mit der Menschenrechtsarbeit von COMUNDO in Peru. Auch dieses Jahr gibt es spezielle Vorführungen für Schulklassen.

Bild zum Film When two worlds collide (www.whentwoworldscollidemovie.com)

When two worlds collide
handelt vom Zusammenprallen unterschiedlichster Interessen im peruanischen Regenwald: Da ist der damalige Präsident Alan Garcia, der mehr Rohöl, Gas und Kohle fördern möchte und dazu ein verfassungswidriges Gesetzespaket erlässt. Und auf der anderen Seite indigene Bevölkerungsgruppen, die für ihre Rechte und den Erhalt ihres Lebensraums kämpfen. Für deren Anliegen setzt sich auch COMUNDO-Fachperson Flurina Doppler ein, die im Gespräch nach dem Film unter der Leitung von Daniel Puntas Bernet, Chefredaktor «Reportagen», direkt aus Peru via Skype zugeschaltet wird. Die Sozialanthropologin ist seit September 2015 im Einsatz und unterstützt die erfolgreiche Durchführung des 8. Panamazonas-Forums, durch das verschiedene Akteure in der Anden- und Amazonasregion gestärkt und miteinander vernetzt werden. Am Gespräch nimmt ausserdem Tobias Haller teil, Professor an der Universität Bern und fundierter Kenner der Aktivitäten von Erdöl- und Minenkonzernen und den damit verbundenen Umwelt- und Menschenrechtsproblemen.

Flüchtlingskrise aus einer persönlichen Perspektive
Die FilmTage setzen den Fokus auch auf die anhaltende Flüchtlingskrise: «In der aktuellen Situation kommt ein Menschenrechts-Filmfestival nicht um dieses Thema herum», sagt Li Hangartner, Projektverantwortliche, «mit Les Sauteurs zeigen wir einen Dokumentarfilm aus der persönlichen Perspektive eines Geflüchteten, wie es ihn bisher nicht gegeben hat.» Der Malier Abou Bakar Sidibé lebt in einem informellen Camp an der nordafrikanischen Mittelmeerküste. Nach einer Begegnung mit den Regisseuren Moritz Siebert und Estephan Wagner übernimmt er ihre Kamera und beginnt zu filmen – seinen Alltag, die Umgebung, das zermürbende Warten auf den nächsten „Sprung“. Nach dem Film berichtet Yemane Yohannes aus Eritrea im Gespräch mit UNO-Korrespondent Andreas Zumach und Constantin Hruschka von der Schweizerischen Flüchtlingshilfe von seiner Flucht nach Europa. In der Abendvorstellung erwartet die Besucher/innen die Vorpremière von Worlds apart. Vor dem Hintergrund der vorherrschenden Wirtschafts- und Flüchtlingskrise im südlichen Europa erzählt der Spielfilm aus Griechenland die berührenden Geschichten dreier Liebespaare.

FilmTage für Schulklassen
Im September 2015 haben die Vereinten Nationen in New York die Agenda 2030 verabschiedet. Diese bietet eine neue allgemeingültige Grundlage für den Diskurs über die Menschenrechte. Die diesjährigen Schulvorführungen stellen die Filme in Bezug zu ausgewählten Zielen der Agenda 2030. Timbuktu thematisiert das Aufkommen des Dschihadismus in Mali, Watermark führt den Zuschauer/innen die existenzielle Beziehung zwischen der Menschheit und dem Wasser vor Augen. Sonita und As I open my eyes handeln vom Kampf junger Frauen für ein selbstbestimmtes Leben in Iran und Tunesien.

Die «FilmTage Luzern: Menschenrechte» werden von COMUNDO, dem stattkino und dem Institut für Sozialethik der Theologischen Fakultät der Universität Luzern organisiert. Anlass für die alljährliche Durchführung seit 2010 gibt der internationale Tag der Menschenrechte am 10. Dezember. Die letztjährigen FilmTage lockten rund 1000 Besucher/innen an.
 

Besuchen Sie uns auf Facebook!

Folgen Sie uns auf Twitter!