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RomeroTage 2013

9. bis 26. März
Vorträge von Dr. Josef Estermann und Ana Mercedes Pereira Souza

Adresse

RomeroHaus
Bildungszentrum der Bethlehem Mission Immensee
Kreuzbuchstrasse 44
6006 Luzern

Seminarräume: Tel. +41 58 854 11 00
info@romerohaus.ch
Fax +41 58 854 11 02

Bereich Bildung & Grundlagen: Tel. +41 58 854 11 75
bildung@romerohaus.ch

Weitere Informationen übers RomeroHaus
 

Zentralschweizer RomeroTage 2015

Rund vierzig Personen nahmen am diesjährigen RomeroTag unter dem Titel „Saatgut – gut für alle?“ vom Samstag, 21. März teil. Die Beiträge der Referierenden drehten sich einerseits um das weltweite Geschäft mit dem Saatgut als Grundlage unserer Nahrung, andererseits exemplarisch um Guatemala, wo die Zivilgesellschaft einen wichtigen Erfolg im Kampf gegen das Saatgutmonopol eines US-Konzerns verbuchen konnte, und schliesslich auch um die hiesige Situation im Engagement um Artenvielfalt, Ernährungssicherheit und die Bewahrung von gesundem und artgerechtem Saatgut.

Für viele Völker, wie etwa die Mayas in Guatemala, ist Saatgut weit mehr als nur eine „Ware“: es ist gleichsam die spirituelle Grundlage von Kultur und Leben. Der Kampf für weltweite soziale Gerechtigkeit hat auch mit den Rahmenbedingungen zu tun, die den Zugang aller zum Saatgut garantieren und mit der kleinbäuerlichen Rolle bei dessen Züchtung, Erhaltung und Vermehrung. Als KonsumentInnen haben auch wir einen Einfluss darauf, welches Saatgut unserer Nahrung zugrunde liegt.
Bild RomeroTag 2015 Maya-Kreuz
Bild:
Als Einstieg in den RomeroTag lud das Guatemala-Netz Zürich die Teilnehmenden zu einem Ritual aus der Maya-Tradition ein. Ein Grossteil der indigenen Bevölkerung Guatemalas führt dieses Ritual in verschiedenen Situationen durch, sei es um für eine gute Ernte zu bitten oder zu danken, sei es, um im Kampf für ihre Rechte, beispielsweise bei Megaprojekten wie Bergbau oder Wasserkraftwerken um Kraft zu bitten. Das Maya-Kreuz symbolisiert auch die vier Himmelsrichtungen. Diese widerspiegeln sich u.a. im Mais, dem Grundnahrungsmittel der Mayas. Es gibt roten, schwarzen, weissen und gelben Mais. Dabei symbolisiert die Farbe Rot den Osten, die aufgehende Sonne, das Blut, das Leben. Schwarz steht für den Osten, die Nacht, den Tod, die Ruhe. Weiss symbolisiert den Norden, die Luft, die Leichtigkeit und die Farbe Gelb steht für den Süden, das Licht, die Sonne, das Leben.

Referate

Programm

Samstag, 21. März, 9.30 bis 17 Uhr im RomeroHaus Luzern
RomeroTag 2015
Impulsreferate | Workshops | «Olla Común – geteiltes Essen»
mit Almudena Abascal Sánchez de Molina europäische Zentrale des Zentralamerika-Netzes (CIFCA), François Meienberg Erklärung von Bern (EvB), Barbara Klitzke Rozas Einsatz mit Peacewatch Switzerland (PWS), Ulrike Minkner Uniterre, Noémi Uehlinger Sativa Rheinau und Elisabeth Schiess ProSpecieRara

Sonntag, 22. März, 11 Uhr im stattkino Luzern
Die Saatgut-Retter | Ein Film von Anja Glücklich, 52 min. | Anschliessend: Diskussion zur Machtkonzentration auf dem Saatgutmarkt mit François Meienberg, Erklärung von Bern | Eintritt frei, Kollekte | Verantwortlich: Erklärung von Bern (EvB), Regionalgruppe Zentralschweiz

Dienstag, 24. März, 19.30 Uhr in der Kirche St. Karl, Luzern
Politisches Nachtgebet | Subversion oder Superversion? | mit Francisco Gmür, Basel, und Team | Eintritt frei, Kollekte | Verantwortlich: Theologische Bewegung für Solidarität und Befreiung
Oscar Arnulfo Romero

Anlass für die alljährlich stattfindenden RomeroTage gibt der Todestag von Erzbischof Oscar A. Romero (1917-1980) am 24. März. Der vor kurzem vom Vatikan als Märtyrer anerkannte Bischof aus El Salvador symbolisiert für viele Menschen in Lateinamerika Hoffnung auf Gerechtigkeit und Widerstand. Sein Engagement gegen die Verbrechen der Militärs sowie für soziale und politische Rechte der Bevölkerung kostete ihn das Leben. In fast allen Ländern Lateinamerikas hat sein Beispiel in den vergangenen Jahrzehnten soziale, politische und christliche Bewegungen ermutigt, sich für die Veränderung ihres Alltags und für gerechte Verhältnisse einzusetzen. Auch wenn viele dieser Aufbrüche in Lateinamerika zum Teil gewaltsam unterdrückt worden sind, beweisen sie, dass die Menschen die Hoffnung auf ein besseres und menschenwürdiges Leben nicht verloren haben.

Interviews mit Josef Estermann, Bildungsleiter des RomeroHaus, zur Anerkennung des Martyriums von Bischof Oscar Romero:
Mitwirkende Organisationen

Amnesty International Sektion Schweiz, Arbeitsgruppe Schweiz-Kolumbien; Arbeitsgruppe Solidar Sursee, Bethlehem Mission Immensee, Peace Brigades International, Peace Watch Switzerland, Regionalgruppe Zentralschweiz der  Erklärung von Bern EvB,  Theologische Bewegung für Solidariät und Befreiung (TheBe)

Wir danken für die Unterstützung durch die römisch-katholische Landeskirche des Kantons Luzern.