Konzernverantwortungsinitiative

Globale Geschäfte? Globale Verantwortung!

Dies fordert die Konzernverantwortungsinitiative (KOVI), die wir gemeinsam mit 79 anderen Organisationen der Zivilgesellschaft lanciert haben: Unternehmen mit Sitz in der Schweiz sollen rechtlich verpflichtet werden, Menschenrechte und Umweltstandards auch bei ihren Geschäftsaktivitäten im Ausland zu respektieren. Am 10. Oktober 2016 konnte die KOVI bei der Bundeskanzlei eingereicht werden.
Seit dem 3. November 2016 ist es offziell: Die KOVI ist mit rund 120‘000 Unterschriften zustande gekommen. Nachdem diese erste grosse Hürde geschafft ist, geht es jetzt mit dem Abstimmungskampf weiter. Nimmt die Stimmbevölkerung die KOVI an, müssen sich Schweizer Konzerne endlich auch bei ihrer Auslandtätigkeit darum kümmern, dass keine Menschenrechte verletzt werden und die Umwelt intakt bleibt. Bis dahin braucht es noch viel Überzeugungsarbeit und Engagement. Herzlichen Dank, dass auch Sie die KOVI unterstützen! Bitte melden Sie sich bei info@konzern-initiative.ch, wenn Sie sich in Ihrer Region engagieren möchten. Auch weiterhin zählt: Jede helfende Hand trägt dazu bei, dass die KOVI zur Erfolgsgeschichte wird.

Bundesrat lehnt KOVI ab

Am 15. September 2017 hat der Bundesrat die KOVI ohne Gegenvorschlag abgelehnt und eine entsprechende Botschaft verabschiedet. Owohl auch der Bundesrat Menschenrechtsverletzungen durch Konzerne mit Sitz in der Schweiz als Problem bezeichnet, will er auf freiwillige Massnahmen setzen. Die Initiative ginge zu weit.
COMUNDO und die anderen Trägerorganisationen der KOVI sind jedoch der Meinung, dass Unternehmen für Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörungen, die sie verursachen, haften sollten. Diverse Beispiele zeigen, dass Freiwilligkeit nicht zu einem Umdenken in allen Konzernzentralen führt.

Kontakt

Raphael Maiga

Geschäftsstellenleiter Fribourg / Mitglied der Geschäftsleitung
T +41 58 854 12 42
raphael.maiga@comundo.org