Mit Videos gegen das Vergessenwerden

Der Konflikt dauerte lang, und er war blutig. Fast 60 Jahre Bürgerkrieg forderten 220'000 Menschenleben und vertrieben über sieben Millionen Einwohner/innen innerhalb von Kolumbien. In diesem Kontext arbeitet die Journalistin Julia Schmidt – für die Menschenrechte und wider das Vergessen.

Julia Schmidt

Gemeinsam mit COMUNDOs Partnerorganisation Fundación Chasquis setzt sich Julia Schmidt für Frieden, die Einhaltung der Menschenrechte und den Umweltschutz ein. In ihrem neuen Rundbrief erzählt sie, wie Fundación Chasquis mit der kolumbianischen Wahrheits- und Versöhnungskommission zusammenarbeitet, um Menschenrechtsverletzungen aufzuarbeiten. Dazu werden Projekte durchgeführt und dokumentiert, Texte geschrieben, Videos gedreht und Interviews gemacht, damit Menschen und ihre Schicksale sicht- und hörbar werden.

Ein besonderes Multimedia-Projekt gilt ausserdem den Bewohnern/-innen von El Hatillo: Die Einwohner/innen leiden seit Jahren unter dem Abbau von Steinkohle. Kleinbauern werden ihre Ackerflächen weggenommen, Flüsse werden mit Schwermetallen und die Luft mit Schadstoffen verseucht, viele Menschen haben deshalb Lungenerkrankungen. Die Regierung hilft nicht bei der lange versprochenen Umsiedlung. Und wer den Kohleabbau kritisiert, riskiert oft sogar sein Leben.

So hat die Fundación Chasquis ein Videoprojekt lanciert: „El Hatillo 360“ dokumentiert als Multimedia-Projekt das Leben der Menschen vor Ort, ihre Sorgen und Probleme und wie sich ihr Leben durch die Kohlemine verändert hat. Virtual Reality-Brillen werden helfen, sich direkt vor Ort zu fühlen.

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