Reger Austausch am Amazonas-Sozialforum in Peru

Das VIII Foro Social Panamazonico 2017 wurde am letzten Montag, dem 1. Mai 2017, nach vier Tagen intensiver Debatten feierlich beendet. COMUNDO-Fachperson Flurina Doppler und die beiden HOPLAA-Praktikantinnen Meret Burkart und Anna Maspoli haben bei der Organisation mitgewirkt und berichten aus erster Hand über den Anlass im peruanischen Tarapoto.

«Es ist sehr schwierig, die Vielfalt an Themen, Diskussionen, Kulturen, Eindrücken, Bildern, Gerüchen, Tönen und Stimmen sowie die positiven und negativen Aspekte in wenigen Sätzen zusammenzufassen. Es sei alles ein Zirkus, meinte ein Teilnehmer, ein spannender und bunter Zirkus, in dem sehr engagiert diskutiert und konkrete Initiativen vorgeschlagen wurden. Diese alle haben den Erhalt der verschiedenen Lebensformen Amazoniens als zentrales Ziel – den Schutz der Menschen und der Natur. Wäre es nicht an der Zeit, das Amazonas-Gebiet als Weltkulturerbe zu deklarieren?, haben wir uns gefragt.

Gefühl von Verbundenheit gestärkt
Die emotionale, spirituelle Dimension hat während des Forums eine bedeutende Rolle gespielt: sich kennenzulernen, auszutauschen und dadurch ein Gefühl von Gemeinsamkeit, Gleichsinnigkeit und Verbundenheit zu entwickeln – sich dadurch bewusst zu werden, dass man nicht alleine dasteht im Kampf, im Widerstand und mit seinen eigenen Weltvorstellungen. Durch den intensiven Austausch wurde für die Teilnehmer/innen spürbar, dass sie trotz kultureller und menschlicher Heterogenität viele ähnliche Probleme haben. Sie kamen zur Erkenntnis, dass Visionen gemeinsam viel besser verfolgt werden können.

Diese eher unsichtbaren, aber deutlichen Aspekte beeindruckten uns am meisten und hatten unserer Meinung nach eine besondere Wichtigkeit, weil diese Energie den ganzen Prozess nachhaltig unterstützte. Der Zusammenhalt begann sich vom ersten Tag an zu bilden, als die Eröffnungsmarcha ihre ganze Energie ausbreitete – eine Energie, die zum einen aus der Liebe gegenüber dem eigenen Lebensraum und zum anderen aus der Empörung über seine Ausbeutung herkommt. Diese Energie hat das Potenzial, die gemeinsame Vision einer alternativen, umwelt- und menschenfreundlichen Welt zu verwirklichen und das Amazonas-Gebiet in seiner kulturellen und natürlichen Diversität zu bewahren.»


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