Entwicklung – Wofür? Wohin?

Im Rahmen einer mehrjährigen Kampagne nimmt COMUNDO den Begriff «Entwicklung» kritisch unter die Lupe: Als Akteure einer Organisation der Personellen Entwicklungszusammenarbeit (PEZA) möchten wir Klarheit darüber gewinnen, was wir unter «Entwicklung» verstehen, wohin diese gehen soll und ob wir den Begriff weiterhin verwenden möchten.
Der Begriff «Entwicklung» ist nach westlichem Verständnis eng gekoppelt mit wirtschaftlichem Wachstum. Dabei wird das westliche Entwicklungsmodell gerne als das alleingültige dargestellt. Doch längst nicht alle Kulturen teilen diesen Glauben an den Fortschritt und die Wachstumsidee. Auch deshalb gerät der vorherrschende Entwicklungsbegriff immer wieder in die Kritik. Zur Frage steht auch, ob es uns Menschen wirklich besser geht, je mehr Geld und Güter wir zur Verfügung haben. Oder könnte nicht gerade ein Lebensstil im Sinne von ‚Mehr mit Weniger‘ zu einer grösseren Lebensqualität führen?

Mit der Verabschiedung der Nachhaltigen Entwicklungsziele (SDG's) für den Zeitraum 2015-2030 hat sich die Weltgemeinschaft darauf geeinigt, dass Entwicklung weit mehr ist als die wirtschaftliche Aufholjagd der so genannten Entwicklungsländer. Die SDG's gelten für alle Länder und fordern sie auf, sich für Entwicklung hin zu mehr Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit einzusetzen. Für COMUNDO sind die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung im Süden sowie der Wissenstransfer von Süden nach Norden und in umgekehrter Richtung seit jeher wesentliche Bestandteile des Auftrags.