Zentralschweizer RomeroTage

Die RomeroTage 2016 finden vom 1. März bis 16. April statt und widmen sich unter dem Motto «Migrar o Morir – Flüchten oder Sterben» der Flüchtlingsproblematik weltweit. Auf dem abwechslungsreichen Programm stehen: Fotoausstellung, Vorträge, Diskussionen, Begegnungen, Film, Politisches Nachtgebet.
Im Gedenken an den Todestag von Oscar A. Romero (1917-1980) am 24. März führt das RomeroHaus in Zusammenarbeit mit Partnern alljährlich die Zentralschweizer RomeroTage durch, 2016 bereits zum siebten Mal. Oscar A. Romero, der ehemalige Bischof von El Salvador, wurde Opfer seines Engagements gegen die Menschenrechtsverletzungen der Militärjunta. 35 Jahre nach seinem Tod hat der Vatikan ihn im Mai 2015 selig gesprochen.

Im Moment sind weltweit rund 60 Millionen Menschen auf der Flucht. Nur ein kleiner Prozentsatz davon erreicht Europa (ca. 1 Million), und eine noch viel geringere Anzahl klopft an die Türen der Schweiz. Die meisten Flüchtlinge sind Binnenflüchtlinge oder lassen sich in den Nachbarländern nieder. Zentralamerika und Mexiko zählen seit Jahrzehnten zu Herkunfts- und Transitländer von Menschen, die aufgrund der sozialen Ungerechtigkeit, der fehlenden Subsistenzabsicherung, einer immer dramatischeren Sicherheitslage und Perspektivenlosigkeit auf der Flucht sind. Die Route von Kolumbien quer durch Zentralamerika bis zur Grenze der USA zählt zu jenen Fluchtwegen, die wie die „Mittelmeerroute“ viele Menschenleben kostet und viele Träume von einem besseren Leben jäh zerstört.
Die diesjährigen Zentralschweizer RomeroTage widmen sich, ausgehend von den strukturellen Ursachen wirtschaftlicher, politischer und sozialer Art, der Flüchtlingsproblematik weltweit. Sie richten dabei zum einen das Augenmerk auf Zentralamerika und Mexiko und zeigen zum anderen auf, welche Möglichkeiten in die Schweiz geflüchtete Menschen haben, um am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben und dieses aktiv mitzugestalten.

Mitwirkende Organisationen

Amnesty International Sektion Schweiz, Peace Brigades International, Regionalgruppe Zentralschweiz der Erklärung von Bern EvB, Theologische Bewegung für Solidariät und Befreiung (TheBe), Katholischen Kirche Stadt Luzern

Wir danken für die Unterstützung durch die Katholischen Kirche Stadt Luzern und die römisch-katholische Landeskirche des Kantons Luzern.